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Rose Bike berät live per Video

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Bei Rose Bike beraten die Mitarbeiter jetzt mit Video-Live-Chat
© Rose Bike
Bei Rose Bike beraten die Mitarbeiter jetzt mit Video-Live-Chat
Der Lockdown hat die Expansionspläne von Rose Bike in der Schweiz und die Eröffnung des neuen Flagshipstores in Meilen am Zürichsee gebremst. Dafür bietet die Velomarke jetzt Live-Video-Beratung an und baut die digitalen Services aus. Immerhin: Ab 5. Mai kann die Werkstatt folgen, ab 11. Mai dann der Velohandel.
Der Frust über den Lockdown ist bei vielen kleinen und mittleren Unternehmen in der Schweiz spürbar. Das gilt auch für Rose Bike. Der Velohändler ist seit Dezember 2019 in der Schweiz aktiv und wollte Anfang April in Meilen am Zürichsee seinen Flagshipstore eröffnet haben. Doch dann kam der Lockdown und seitdem ist Ruhe.


Allerdings stimmt das nicht so ganz: Untätigkeit ist nicht so die Sache von Carlos Friedrich. "Wir unterstützen die politischen und gesellschaftlichen Anstrengungen zur Eindämmung von COVID-19, erwarten aber auch gleichzeitig, dass die Politik den Unternehmen mehr Eigenverantwortung überträgt als bisher. Handel und Wirtschaft sind enorm leistungsfähig und kreativ in der Lösungsfindung und müssen daher unbedingt mehr einbezogen werden, als das bisher der Fall war", sagt der Mitgründer und CEO der Rose Bikes Schweiz AG.

Deshalb ist das Unternehmen aktiv geworden. Seit diesem Monat werden Kunden und Interessenten nicht nur telefonisch beraten. Zwei Mitarbeiter des Verkaufsteams beraten auch per Live-Video-Chat über Whatsapp. Zudem schaltet die Velomarke ab heute ein Tool frei, mit dem Kunden Termine für Testfahrten und die Werkstatt digital vereinbaren können. Kommuniziert werden die neuen Angebote über PR,die eigene Website und Social Media. "Die Besuchsfrequenz auf unseren Seiten ist deutlich höher als vor der Corona-Krise. Wir merken, dass die Leute sehr viel mehr Zeit zum Stöbern haben", sagt Friedrich. So haben sich die Google-Suchanfragen für Bikes, Bekleidung und Zubehör verdreifacht. Gleichzeitig nutzen die Schweizerinnen und Schweizer während des Lockdowns  stärker das Velo. Laut einer GPS-Tracking-Studie der ETH Zürich hat sich die durchschnittliche Tagesdistanz der zurück gelegten Strecken in der Schweiz verdreifacht.


Davon hofft auch Rose Bike zu profitieren. Ab dem 5. Mai ist der Werkstatt- und Reparaturservice verfügbar - unter dem Einhalt von Hygiene- und Abstandsvorschriften. Zudem laufen jetzt die Vorbereitungen für den 11. Mai an. Im Fahrrade-Fachmarkt ergreift Rose sogar Massnahmen, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. So dürfen maximal 30 statt der erlaubten 80 Kunden den Store in Meilen gleichzeitig betreten. Und gleichzeitig hofft Friedrich, dass es dann auch wirklich losgeht. "Der Lockdown ist existenzbedrohend und jeder Tag zählt, gerade für kleinere Händler." mir
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