Digitalisierung

Bibliotheken kooperieren mit Google

An der Universitätsbibliothek Bern werden 100.000 Titel mit Erscheinungsjahr zwischen 1700 und 1900 von Google digitalisiert.
© Christian Lüthi / Universitätsbibliothek Bern
An der Universitätsbibliothek Bern werden 100.000 Titel mit Erscheinungsjahr zwischen 1700 und 1900 von Google digitalisiert.
Die Zürcher Zentralbibliothek und die Universitätsbibliothek Bern arbeiten in den nächsten Jahren eng mit Google zusammen. Der Tech-Konzern digitalisiert für die beiden Institutionen die Buchstände. Die Digitalisierung ist für die Bibliotheken eine Chance, ihre Bestände zu sichern.
Es ist eine Masse an Texte. Allein in der Zürcher Zentralbibliothek sollen rund 70.000 Texte aus dem 18. und 19. Jahrhundert digitalisiert werden und anschließend der Öffentlichkeit zugänglich sein. Bei der Universitätsbibliothek Bern stehen auf der Liste rund 100.000 Bücher aus dem Zeitraum 1700 bis 1900, die Google digitalisieren soll. Der Technologiekonzern übernimmt dabei die Kosten. Und das ist entscheidend. Die Mittel der Einrichtungen würde alleine nicht ausreichen, um die Masse an Büchern via Scan zu erfassen und zu sichern.


Neu ist die Zusammenarbeit zwischen den Bibliotheken und Google allerdings nicht. Bereits vor zehn Jahren hab es ein Projekt zwischen der Waadtländer Kantons- und Universitätsbibliothek (BCU). Binnen zwei Jahren hatte das Unternehmen 100.000 Bücher aus dem BCU-Bestand gesichert, wie SDA erfahren hat.

Insgesamt hat Google bislang über 7 Millionen Bücher aus den grössten Bibliotheken der Welt digitalisiert und auf seiner internationalen Plattform frei zur Verfügung gestellt. Aus dem deutschen Sprachraum waren die Bayerische Staatsbibliothek und die Österreichische Nationalbibliothek Partner in diesem Programm, in der Schweiz war es die Bibliothèque cantonale et universitaire Lausanne. mir



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