Digitale Ethik

Marketing steht auf der Bremse

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Zwischen Datenschutz und Marketing scheint es einen Zielkonflikt zu geben
© Stimmungsbarometer Digitale Ethik
Zwischen Datenschutz und Marketing scheint es einen Zielkonflikt zu geben
Wenn es um den verantwortungsvollen Umgang von Unternehmen mit Daten geht, gehören die firmeninternen Datenschützer - wen wundert’s - zu den Treibern des Themas. Marketer engagieren sich laut einer HWZ-Untersuchung dafür deutlich weniger.
Das "Stimmungsbarometer Digitale Ethik" der Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ) zeigt, dass die Geschäftsführung zu den wichtigsten internen Befürwortern (46%) digitaler Ethik gehört. Deutlich mehr Mitarbeiter im Bereich Datenschutz, nämlich 64 Prozent, treiben die Umsetzung von digitaler Verantwortung "äussert" oder "eher aktiv" voran. Im Marketing finden sich davon nur 31 Prozent, dort sind 43 Prozent diesbezüglich "eher nicht" oder "überhaupt nicht aktiv".


Für ihr "Stimmungsbarometer Digitale Ethik" hat die HWZ zusammen mit dem Center for Digital Responsibility (CDR) von Mitte November bis Mitte Dezember vergangenen Jahres insgesamt 254 Personen auf unterschiedlichen Stufen der Unternehmenshierarchie befragt. 80 Prozent der Umfrageteilnehmer können demnach von Erfahrungen mit ethisch umstrittenen Projekten im Bereich des Datenmanagements berichten. Dies betrifft vor allem den Umgang mit Daten, zum Beispiel welche Datenauswertungen gemacht werden und wofür Kundendaten genutzt werden (84%). Weitere Erfahrungen mit umstrittenen Projekten beinhalten die Datafizierung am Arbeitsplatz (31%) und den Umgang mit neuen Technologien (27%).
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