Die Meinung der Manager

"Zusammenhalt, Solidarität und Respekt in einem Unternehmen sind unabdingbar"

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Pam Hügli ist CEO und Partnerin der Serviceplan Suisse AG
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Pam Hügli ist CEO und Partnerin der Serviceplan Suisse AG
Trotz der Lockerungen hat Covid-19 die Branche fest im Griff. Doch wie geht es weiter? HORIZONT Swiss hat verschiedene Topentscheider um ihre Einschätzungen gebeten. Die Meinung der Managerinnen und Manager veröffentlichen wir mit den kompletten Aussagen in einer Serie. Heute geht Pam Hügli, CEO der Serviceplan Suisse AG, auf die Fragen ein.
Corona hat die Schweizer Wirtschaft schwer gebeutelt. Wie werden sich Ihrer Meinung nach die Umsätze von Serviceplan Suisse für 2020 entwickeln?
Dass die Krise die Wirtschaft schwer gebeutelt hat, ist sicher. Aber wo und wie stark die Einbussen in den einzelnen Branchen sind, ist für uns heute noch nicht abschätzbar. Wir sind ein solides Unternehmen mit starken Kundenbeziehungen, vielen kompetenten und kreativen Mitarbeitenden und als Ganzes ein hervorragendes Team. Darauf werden wir auch in Zukunft bauen.


Welche Themen sind jetzt und in den kommenden Monaten für Sie wichtig?
Raul Serrat und ich haben kürzlich unsere Geschäftsleitung erweitert. Sie besteht aus Menschen mit unterschiedlichen Kompetenzen, aber gleichen Werten. Gerade nach dieser Krise ist uns mehr denn je bewusst, dass Zusammenhalt, Solidarität und Respekt in einem Unternehmen unabdingbar sind, um langfristig und erfolgreich zu bestehen. Das war uns schon vor der Krise wichtig und wird uns auch nach der Krise wichtig sein.

Gibt es eine positive Erfahrung, die Sie aus dem Lockdown mitnehmen?
Ja: Der Umzug vom Kirchenweg 8 in über 100 verschiedene Büros hat problemlos geklappt. Alle Mitarbeitenden haben einen grossen Einsatz geleistet, um die Agentur weiterhin am Laufen zu halten. Meine Feststellung: Menschen sind plötzlich grosszügiger, wenn Missverständnisse entstehen; man versucht, einen Konsens zu finden als Team; man gibt sich viel mehr Mühe, einander zu verstehen, weil die Kommunikation nur noch über technische Geräte möglich ist, was offenbar mehr Menschlichkeit erfordert. Ich wünsche mir, dass diese Achtsamkeit auch noch bleibt, wenn wir wieder alle zusammen im Seefeld sitzen dürfen.
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