Die Meinung der Manager

"Wir mussten unseren Marketingplan komplett umkrempeln"

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Thomas Warring, CMO von Rivella
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Thomas Warring, CMO von Rivella
Trotz der Lockerungen hat Covid-19 die Branche fest im Griff. Doch wie geht es weiter? HORIZONT Swiss hat verschiedene Topentscheider um ihre Einschätzungen gebeten. Die Meinung der Managerinnen und Manager veröffentlichen wir online mit den kompletten Aussagen in einer Serie. Heute nimmt Thomas Warring, Marketingleiter Rivella, Stellung.
Corona hat die Schweizer Wirtschaft schwer gebeutelt. Wie wird sich der Werbemarkt für 2020 entwickeln?
Es ist schon heute ein deutlicher Einbruch zu spüren. Diverse Player haben sich aus dem Markt zurückgezogen oder ihre Investments zumindest stark reduziert. Das absolute Werbevolumen wird bis Ende Jahr deutlich tiefer im Vergleich zum Vorjahr ausfallen. Einzelne Touchpoints sind härter davon betroffen (Life Marketing; Out-of-home / Plakatierung zum Beispiel) wie andere.



Welche Themen sind jetzt und den kommenden Monaten für Sie wichtig?
Wir mussten unseren ursprünglich perfekt designten Marketingplan komplett umkrempeln und unsere Initiativen wo möglich nach hinten verschieben. Die grosse Herausforderung ist es nun aus dieser suboptimalen Situation das Maximum rauszuholen um schlussendlich bei der Zielgruppe gehört zu werden. Weniger ist mehr ist das Motto – die Aktivitäten, welche wir durchführen machen wir entweder richtig oder gar nicht.
Gibt es eine positive Erfahrung, die Sie aus dem Lockdown mitnehmen?
  Ehrlich gesagt insbesondere für unsere Marketingpläne überhaupt nicht. Fürs Team schon – wir stellen fest, dass wir nicht im Office sein müssen um den Betrieb aufrechterhalten zu können. Wir haben uns sehr schnell an die neue Arbeitsrealität und die Tools gewöhnt. Vorteilhaft ist ganz bestimmt, dass sich die Arbeitgeber nun ernsthafte Gedanken über neue Zusammenarbeitsformen und –Modalitäten machen werden, das Homeoffice bei vielen Betrieben weiter ausgebaut oder sogar erst eingeführt wird. Dabei tun wir etwas Gutes für die „Work-life balance“ (Zeit für sich und nicht fürs Pendeln) und zugleich auch noch für die Umwelt. Das ist sehr positiv.
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