DEX 2019

"Ein grosser Schritt in die richtige Richtung"

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War die DEX19 eine würdige Nachfolgerin ihrer Vorgängerin D:Pulse? An der ersten DEX vom letzten Donnerstag hat HORIZONT Swiss verschiedene Aussteller und Besucherinnen nach ihren Eindrücken und ihrer Einschätzung gefragt. Hier sind die Antworten.

Moritz Schneider, Hoy

Moritz Schneider, Mitbegründer der Digitalagentur Hoy
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Moritz Schneider, Mitbegründer der Digitalagentur Hoy
"Die DEX ist gegenüber D:Pulse vom letzten Jahr wesentlich fokussierter. Die D:Pulse wirkte teilweise etwas verzettelt. Zudem stellte ich fest, dass es im Publikum wesentlich mehr Kunden hat, nicht nur Agenturen und Anbieter. Das ist eine gute Entwicklung.


Inhaltlich wurde die DEX besser, so weit ich dies selbst feststellen konnte. Letztes Jahr spielte uns zudem die Technik einen Streich. Dieses Jahr hingegen hat mich die DEX qualitativ überzeugt."

Urs Thüring, Mayoris

Urs Thüring, CEO von Mayoris.
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Urs Thüring, CEO von Mayoris.
"Die DEX machte, verglichen mit der D:Pulse des letzten Jahres, einen grossen Schritt in die richtige Richtung. Es hat etwas zu viele Konkurrenzplattformen – die Keynotes, die Master Classes und die Workshops. All diese parallel durchzuführen, saugt extrem viel Publikum ab. Dabei haben wir ja noch keine 1500 Teilnehmenden. Darum ist das Angebot derzeit etwas zu gross.


Die Themen sind spannend, die Keynotes wie üblich etwas oberflächlich. Aber die Musik spielt in den Master Classes und in den Workshops, dort wird echte Expertise rüber gebracht.

Der Lärmpegel ist viel, viel besser als letztes Jahr, damals war es sehr ungenügend. Hier am Stand kann man sich mit dem Publikum unterhalten, ebenso in den Master Classes.

Die Stände – oder Lounges - haben allerdings an Bedeutung verloren. Wichtiger sind die Workshops und Master Classes – dort kann man Kompetenz unter Beweis stellen. Einen Stand braucht man nicht unbedingt, das ist Schnee von gestern. Aber für die Veranstalter sind sie offenbar als zusätzliche Einnahmequelle wichtig.

Es bräuchte nun noch etwas mehr Leute an der DEX, aber für die erste Ausgabe und das neue Setting ist sie gut. Ich hoffe, dass die DEX zur Referenzveranstaltung in der Schweiz wird. Jedenfalls hat Sie dazu das Potenzial."

Kristian Kabashi, The Blank Collar

Kristian Kabashi, bis vor Kurzem Geschäftsführer beim LINK-Institut, jetzt Inhaber von The Blank Collar, Beratungsagentur für digitale Transformation und Innovation. Boardmember bei Accelerom AG
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Kristian Kabashi, bis vor Kurzem Geschäftsführer beim LINK-Institut, jetzt Inhaber von The Blank Collar, Beratungsagentur für digitale Transformation und Innovation. Boardmember bei Accelerom AG
"Die DEX ist nun erstmals ganz von Roger Baur, einem richtigen Macher-Typ. Das merkt man auch der Veranstaltung an: Ich selbst war heute auf Stage, es sind wirklich sehr viele Leute hier, die man kennt, ein sehr gutes Publikum, und es war ziemlich voll. Die Atmosphäre war sehr locker und ungezwungen, was ich auch an den Unterhaltungen merke, die ich führte. Es ist wirklich sehr casual, trotzdem ist zu spüren, dass es die Leute ernst nehmen.

Der Wechsel von der D:Pulse zur DEX ist definitiv gelungen. Die D:Pulse war zwar ähnlich, die DEX kommt mir aber fast familiärer vor. Das ist gut so."

Alexander Muck, Adobe

Alexander Muck, Product Specialist Adobe Advertising Cloud
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Alexander Muck, Product Specialist Adobe Advertising Cloud
"Seien wir ehrlich: Abgesehen vom Namen hat sich nicht viel geändert. Die Master Classes und die Workshops gabs letztes Jahr auch. Der Wechsel ist aber gelungen. Ich finde auch den Namen sehr gut: Digital Experience – dafür stehen wir auch bei Adobe."
Anmerkung:
Natürlich hat HORIZONT Swiss auch Frauen zur DEX befragt. Und vor Ort auch einige Antworten erhalten. Beim Gegenlesen der Quotes hat dann aber keine von ihnen mehr geantwortet. Wir bedauern dies.

Rolf Müller, GfK

Rolf Müller, Global Director Business Development Media Measurement bei GfK
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Rolf Müller, Global Director Business Development Media Measurement bei GfK
"Für mich als Old-School-Vertreter war die DEX19 eine wunderbare Lern-Plattform! Der Informationsgehalt war hoch und das Networking konnte sich sehen lassen. Schön, wenn auch nicht immer ganz geglückt, dass die DEX19 neue Formate wie die kurzen Case Studies und Pitch-Präsentationsformen ausprobiert. Allerdings genügen manchmal 7 Minuten einfach nicht, um einen doch komplexen Sachverhalt adäquat ‘rüberzubringen.

Ganz schön gefordert in Sachen Programmplanung waren wohl alle durch die 3-5 parallelen thematischen Schienen an der DEX19. Die Organisatoren müssen nächstes Jahr aber definitiv genügend Kopfhörer für die Workshops bereitstellen, die Geräuschkulisse aus der Networking-Zone wurde jedenfalls durch die Vorhänge nur ungenügend gedämpft. Overall, ein gelungener Anlass! Beim Vergleich mit D:Pulse muss ich passen – I’m an absolute beginner! knö

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