Trust and Safety in Ads Report

Google hat 2,7 Milliarden Anzeigen entfernt

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Menschen vertrauen Google bei der Suche nach Informationen. Darum möchte Google sicherstellen, dass die Anzeigen, die Nutzer auf den Werbe-Plattformen zu sehen bekommen, ebenfalls vertrauenswürdig sind. Das schreibt das Unternehmen in seiner Mitteilung zum "Trust & Safety in Ads Report" 2019 und teilt Massnahmen mit, die 2019 gegen unangemessene Werbung ergriffen wurden.

Zahlen aus dem Report:

  • Im Jahr 2019 hat Google 2,7 Milliarden unangemessene Anzeigen entfernt - mehr als 5.000 Anzeigen pro Minute.
  • In den letzten Monaten hat Google zig Millionen COVID-bezogene Anzeigen blockiert oder entfernt.
  • Insgesamt wurden 31 neue Richtlinien unter anderem in den Kategorien Finanzen, Gesundheitswesen und Technischer Support implementiert
  • Es wurden fast 1 Million Werbekonten wegen Verstössen gekündigt 
  • Google hat über 1,2 Millionen Publisher-Konten von den eigenen Plattformen und Anzeigen auf über 21 Millionen Publisher-Seiten entfernt

COVID-19 entfesselt kriminelle Energien

Seit Beginn des COVID-19-Ausbruchs beobachtet Google das Verhalten von Werbetreibenden zum Schutz der Nutzer vor betrügerischen Anzeigen. Anzeigen, die darauf abzielen, einen Vorteil aus der Krise zu ziehen. Diese Anzeigen stammen häufig von Akteuren, die mit Hilfe verschiedener Täuschungstaktiken versuchen, die Systeme zu missbrauchen. Im Zuge der Krise gab es einen starken Anstieg betrügerischer Anzeigen für stark nachgefragte Produkte wie Gesichtsmasken. Diese Anzeigen warben für Produkte, die deutlich über dem Marktpreis gelistet waren. Zudem wurde die Produktqualität falsch dargestellt, um Konsumenten zum Kauf zu verleiten, oder wurden von Händlern geschaltet, die den Bestellungen nicht nachgekommen sind.

Arbeitsgruppe COVID-19 ins Leben gerufen

Google hat eine spezielle COVID-19-Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, die rund um die Uhr daran arbeitet, wie das Unternehmen beteuert, neue Technologien zu entwickeln und die bestehenden Durchsetzungssysteme zu verbessern, um Betrüger zu stoppen. Diese Bemühungen seien erfolgreich. Man habe in den letzten Monaten zig Millionen von Anzeigen im Zusammenhang mit dem Coronavirus blockieren und entfernen können, unter anderem wegen Verstössen gegen Richtlinien, einschliesslich Preismissbrauch, Missbrauch der weltweiten medizinischen Versorgungsengpässe, irreführender Behauptungen über Heilmittel und Förderung unrechtmässiger Arbeitslosenunterstützung.

Verbesserte Optionen für besserer Zielgruppenansprache in Entwicklung

Gleichzeitig hält Google fest, dass das Coronavirus zu einem wichtigen und dauerhaften Thema in alltäglichen Konversationen geworden. Daher arbeite man an Optionen, um Werbetreibenden aus verschiedenen Branchen die Möglichkeit zu geben, relevante und nützliche Updates mit ihrer jeweiligen Zielgruppe teilen zu können. In den letzten Wochen habe man zum Beispiel NGOs, Regierungen, Krankenhäuser und Gesundheitsdienstleister gezielt unterstützt. Wir möchten weiterhin umsichtig aber wirkungsvoll nach unseren Richtlinien handeln, um unsere Nutzer zu schützen und gleichzeitig wichtige Informationen von vertrauenswürdigen Werbetreibenden priorisieren.

2019 2,7 Milliarden Anzeigen entfernt

Im Jahr 2019 habe man 2,7 Milliarden unangemessene Anzeigen entfernt – mehr als 5.000 Anzeigen pro Minute. Man habe dabei fast eine Million Werbekonten wegen Richtlinienverstössen gesperrt. Im Publisher Ökosystem habe man über 1,2 Millionen Konten aufgelöst und über 21 Millionen Anzeigen wegen Verstosses gegen unsere Richtlinien entfernt. Die Auflösung von Konten – nicht nur die Entfernung einzelner Anzeigen oder Websites – ist ein besonders wirksames Durchsetzungsinstrument, das man einsetze, wenn Werbetreibende oder Publisher wiederholt gegen die Richtlinien verstoßen.

Verbesserte Durchsetzung gegen Phishing und "Trick-to-Click"-Anzeigen 

Besonders mit Phishing-Taktiken sei man bei Google vertraut. Das heisst wohl, dass sie häufig stattfinden. Worum geht es? Es handelt es sich um eine gängige Praxis, die von betrügerischen Organisationen eingesetzt wird, um unter Vorspielung falscher Tatsachen persönliche Daten von Nutzern zu sammeln. Im Jahr 2019 sind Google beispielsweise vermehrt Akteure aufgefallen, die es auf Nutzer abgesehen hatten, die ihren Reisepass verlängern wollten. Sie imitierten echte Anzeigen für Verlängerungs-Websites. Ihre eigentliche Absicht war es aber, Nutzer dazu zu bringen, sensible Informationen wie ihre Sozialversicherungs- oder Kreditkartennummer preiszugeben. Ein weiterer, häufiger Bereich des Missbrauchs sind "Trick-to-Click"-Anzeigen. Diese zielen darauf ab, Menschen zur Interaktion zu verleiten, indem sie auffällige Links (z.B. "Hier klicken") verwenden. Diese sehen oft wie Warnhinweise für Computer- oder Smartphones aus.

Gigantisches Ausmass, grosse Anstrengungen 

Letztes Jahr habe man nun ein internes Team zusammengestellt, um bestimmte Muster und Anzeichen von Täuschungsversuchen frühzeitig zu erkennen, und damit irreführende Anzeigen schneller identifizieren und entfernen zu können. Mit Hilfe dieser Massnahme konnte man, wie Google schreibt, im Vergleich zum Vorjahr in beiden Kategorien einen fast 50-prozentigen Rückgang betrügerischer Anzeigen verzeichnen. Insgesamt wurden im Jahr 2019 mehr als 35 Millionen Phishing-Anzeigen und 19 Millionen "Trick-to-Click"-Anzeigen blockiert.


Über Google
Google ist ein weltweit führendes Technologieunternehmen, das Menschen neue Zugangsmöglichkeiten zu Informationen ermöglicht. Googles Innovationen im Bereich der Internetsuche und -werbung haben die Google Startseite zu einer Top-Adresse im Internet und die Marke Google zu einer der bekanntesten der Welt gemacht. Google ist eine Marke von Alphabet Inc.; alle anderen Unternehmens- und Produktbezeichnungen können Handelsmarken der jeweiligen Unternehmen sein, mit denen sie assoziiert sind. Google ist seit 2004 in der Schweiz tätig. Mit mehr als 4000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus 85 Nationen ist Zürich der grösste Forschungs- und Entwicklungsstandort von Google ausserhalb der USA. Weitere Informationen finden Sie unter www.google.ch.
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