DACH 21

Öffentliche Kommunikationswissenschaft in Zeiten der Covid-19-Krise

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Zürich
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Was ist öffentliche Wissenschaft? Was kann sie speziell in Krisenzeiten für die Gesellschaft leisten? Wo stösst sie an ihre Grenzen? Solchen Fragen gehen Expertinnen und Experten nach im Rahmen einer Preconference zur Dreiländerkonferenz DACH 21, die am Mittwoch, 7. April von 9 bis 12 Uhr in Zürich und virtuell stattfindet.

Die Preconference leitet die DACH 21 ein, die Dreiländertagung der Fachgesellschaften der Medien- und Kommunikationswissenschaft aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das Programm gibt es hier. Veranstalter der Preconference ist der Verein Öffentliche Kommunikationswissenschaft.


Auftakt ist eine Auslegordnung von Prof. Dr. Caroline Robertson-von Trotha: Die frisch emeritierte Direktorin des Zentrums für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Soziologin hat den Begriff der öffentlichen Wissenschaft im deutschen Sprachraum etabliert und mehr als ein Vierteljahrhundert lang in vielfältiger Weise umgesetzt und gezeigt, welche Facetten sich damit verbinden. Sie gehört zudem zum Kreis der Erstunterzeichnenden einer Charta für Öffentliche Kommunikationswissenschaft, weil sie der Überzeugung ist, dass das Anliegen der Öffentlichen Wissenschaft auch Interdisziplinarität einschliesst.

Die Aufgaben einer öffentlichen Kommunikationswissenschaft in Krisen werden dann am Beispiel der Pandemie beleuchtet und hinterfragt. Der Themenblock „Wissenschaft in der Krise“ greift die Erwartungen aus der Wissenschaft an die Wissenschaft sowie an den Journalismus auf (und ebenso die Erfahrungen), sowie die Erwartungen des Journalismus an die Wissenschaft. Zu Gast sind Prof. Dr. Matthias Egger und Dr. Beat Glogger. Egger leitet seit einem Jahr die nationale Science Task Force zu Covid-19, die den Bundesrat berät. Der Epidemiologe an der Universität Bern präsidiert zudem den Forschungsrat des Schweizerischen Nationalfonds und beobachtet eine „Covidisierung der Wissenschaft“. Was er damit meint und warum er dies kritisch sieht, wird er bei der Preconference erläutern. Der Wissenschaftsjournalist und Gründer des Online Wissenschaftsmagazins higgs.ch Beat Glogger ist Naturwissenschaftler und erhielt für seine journalistische Leistung die Ehrendoktorwürde der Universität Zürich. Er denkt unter anderem darüber nach, wie man mit Corona-Skeptikern reden kann, und sieht auch seine eigene Branche kritisch.

Prof. Dr. Thorsten Quandt (Universität Münster), Prof. Dr. Josef Trappel (Universität Salzburg) und Dr. Linards Udris (Universität Zürich) sind Kommunikationswissenschaftler, die zusammen mit Kolleginnen und Kollegen erforschten, wie Medien über die Covid-19-Krise berichtet haben. Sie schildern exemplarisch, was ihnen dabei auffiel – und welche Erfahrungen sie gemacht haben mit öffentlichen Reaktionen auf ihre Befunde.

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