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Arosa gibt Touristen einen Bären mit

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Arosa verabschiedet seine Gäste mit Schoggibären
© Arosa Tourismus / Nina Mattli
Arosa verabschiedet seine Gäste mit Schoggibären
Wie man aus einer Frustsituation mit einfachen Mitteln trotzdem einen positiven Effekt ziehen kann, zeigt in diesen Stunden die Bündner Skidestination Arosa. Sie versüsst frustriert abreisenden Gästen den Abschied mit Schoggibären und Getränken. Bis zum Mittag haben die Helfer auf der einzigen Zufahrtsstrasse 2500 Bären verteilt.
Auslöser der Aktion ist Verärgerung, die noch immer in der Medienmitteilung von Arosa zu spüren ist. Nach dem Beschluss des Bundesrats, Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen zu verbieten, konnten die Kantone Ausnahme gewähren.


Doch laut der Medienmitteilung habe der Kanton Graubünden diese Vorgaben des Bundes nicht korrekt interpretiert und hatte grünes Licht für den Skibetrieb an diesem Wochenende gegeben. "Arosa verzeichnete aufgrund dieser Weisung noch viele Anreisen von Gästen, welche die zwei letzten Skitage geniessen wollten. Am Freitagabend folgte dann seitens Kanton hektisch die Korrektur und Information, dass die Skigebiete den Betrieb per sofort einzustellen haben", heisst es in der Mitteilung an die Presse weiter.

Für die Kommunikation und das Marketing bedeutete diese Lageveränderung viel Arbeit. Die Gäste mussten informiert und die Kommunikationskanäle aktualisiert werden. Gleichzeitig aber begannen die Überlegungen, wie der Tourismusort aus der Frustsituation einen positiven Effekt ziehen kann.
Das Arosateam verteilt an der Ausfallstrasse Lindt-Bären
© Arosa Tourismus / Nina Mattli
Das Arosateam verteilt an der Ausfallstrasse Lindt-Bären
Die Lösung: Seit Samstagmorgen steht das Arosa-Team an der einzigen Strasse, auf welcher die Skifahrer das Gebiet verlassen und überreicht jedem abreisenden Gast ein Abschiedsgeschenk. Bis zum Mittag hatte das Team bereits 2500 grosse Schoggibären und frisches Arosa-Wasser verteilt – mit der Einladung, doch im Sommer wiederzukommen. Wie vele das annehmen werden, ist offen. Aber ein positives Gefühl dürfte die Gäste in jedem Fall auf dem Heimweg begleiten.
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