Coronakrise

Selbstständige in akuter Existenznot

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© canva
Fast 90 Prozent der Selbstständigen und Freischaffenden in der Medien- und Kreativbranche sind von Auftragsstornierungen betroffen. Das zeigen die ersten Auswertungen der am 17. März gestarteten Umfrage der Gewerkschaft Syndicom.
Insgesamt mehr als 1200 Freelancer haben bereits an der Erhebung zu ihrer Auftragssituation teilgenommen. Demnach belaufen sich die finanziellen Ausfälle bei 37 Prozent der Befragten schon jetzt auf mindestens 90 Prozent eines durchschnittlichen Monatseinkommens. 87 Prozent der Teilnehmenden halten mehr als die Hälfte ihrer Aufträge für unmittelbar gefährdet, bei 50 Prozent sollen es sogar zwischen 90 und 100 Prozent der Aufträge sein.


Die Hälfte der Umfrageteilnehmer kommt nur noch maximal ein oder zwei Monate finanziell über die Runden, zehn Prozent haben schon jetzt keine Reserven mehr. Angesichts der Zwischenergebnisse fordert die Syndicom den Bundesrat auf, die Selbständigerwerbenden und Freischaffenden in der Medienbranche, visuellen Kommunikation und Kreativwirtschaft wie den Rest der Wirtschaft stärker zu unterstützen. Andernfalls drohten viele berufliche Existenzen zu zerbrechen.

Die Syndicom will ihre Umfrage zur Auftragssituation vorerst noch bis zum 22. März fortführen.
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