Coronakrise

Schweizer Privatradios beantragen Soforthilfe von 12 Millionen Franken

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Die Priavtraidos brauchen eine Soforthilfe von 12 Millionen Schweizer Franken
© VSP/Screenshot
Die Priavtraidos brauchen eine Soforthilfe von 12 Millionen Schweizer Franken
Die Schweizer Privatradios schlagen Alarm. Weil ihnen Werbeaufträge wegbrechen, drohen ihnen in allen Landesteilen akute Liquiditätsenpässe und Einkommensverluste. Die Sender sehen sich in der Existenz bedroht. Aus diesem Grund beantragt der Verband Schweizer Privatradios (VSP) beim Bund eine Soforthilfe von 12 Millionen Schweizer Franken.
Es ist ein Hilferuf, und er zeigt die ersten dramatischen Auswirkungen der Coronakrise in Teilen der Medien- und Kommunikationslandschaft. Vor wenigen Minuten teilte der Verband Schweizer Privatradios (VSP) mit, dass er den Bundesrat um einen Sofortbetrag von 12 Millionen Schweizer Franken aus der vorhandenen Schwankungsreserve ersucht, die dem Bundesamt für Kommunikation zugeordnet und schon vorhanden ist.


"Daraus soll allen kommerziellen Schweizer Privatradios, die bei der letzten Konzessionserteilung eine Konzession erhalten haben, ein gleich hoher Beitrag zugesprochen werden, mit dem sie ihre Programme und ihren Leistungsauftrag aufrechterhalten können. Denn dieser regionale Service ist in dieser Krise für die Bevölkerung von grösster Wichtigkeit und muss fortgesetzt werden können", heisst es in der Medienmitteilung zu Begründung.

Den Sendern brechen die Einnahmen weg, weil Werbeaufträge besonders in den regionalen und lokalen Gebieten kurzfristig storniert werden. Es drohen den Unternehmen Probleme bei der Zahlungsfähigkeit und Einkommensverluste. Dadurch sehen sich die Privatradios in ihrer Existenz bedroht.


Für die Sender kommt die Krise zur Unzeit. In den Monaten März, April und Mai finden in normalen Zeiten zahlreiche werberelevante Veranstaltungen statt, die sehr stark über Radiospots promotet werden. Dazu gehören beispielsweise Messen, Ausstellungen, Konzerte und touristische Aktionen. Zusätzlich verschärfen die neuen Verordnungen des Bundesrates die Situation, da viele Geschäfte und Betriebe jetzt schließen müssen und diese somit auch als Werbekunden ausfallen. Schon jetzt deutet der Verband an, dass die 12 Millionen am Ende nicht reichen könnten. "Sollte dieser ausserdordentliche Zustand länger anhalten, würden die Schweizer Privatradios mit weiteren Anträgen an den Bund gelangen", heisst es in der Erklärung.
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