Coronakrise

Chefredaktor David Sieber verlässt den "Schweizer Journalisten"

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David Sieber Noch-Chefredaktor des "Schweizer Journalist"
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David Sieber Noch-Chefredaktor des "Schweizer Journalist"
Der "Schweizer Journalist" muss sich organisatorisch und personell neu aufstellen. Grund dafür sei die Coronakrise, die den Anzeigenumsatz um einen Drittel einbrechen liess, erklärt Verleger Johann Oberauer in einer Medienmitteilung von heute Morgen. Die Redaktionen in Österreich, Deutschland und der Schweiz sollen künftig näher zusammenarbeiten. Chefredaktor David Sieber beendet sein Mandat.
Oberauer will trotz Anzeigeschwund eine Reduktion des Umfanges und damit auch des Inhaltes des "Schweizer Journalisten" vermeiden. Möglich sei das durch die Zusammenarbeit der Redaktionen in Österreich, Deutschland und der Schweiz. In einem gemeinsamen Kern würden künftig auf 48 Seiten die Rubriken Praxis und Internationales zusammengefasst und in einem mindestens 36 Seiten umfassenden Mantel die jeweils nationalen Themen. Wie schon in den vergangenen Jahren werde es weiterhin zusätzlich als Extra 16 Seiten Journalisten-Werkstatt geben. Insgesamt also alle zwei Monate mindestens 100 Seiten Brancheninformationen für Journalistinnen und Journalisten. "Wenn unkonventionelle Lösungen helfen, extrem schwierige Zeiten zu überbrücken, müssen wir sie auch ergreifen", sagt Oberauer.


Chefredaktor David Sieber, seit rund zwei Jahren für den "Schweizer Journalist" zuständig, beendet deshalb sein Mandat. Er hat in seiner Amtszeit die Auflage deutlich gesteigert und neue Leserschichten erschlossen. "Ich bedauere diesen Schritt und wünsche David Sieber alles Gute", sagt Verleger Oberauer. Der "Schweizer Journalist" wird auch künftig eine eigene Redaktionsleitung haben, die mit einem verminderten Stellenpensum die Schweizer Inhalte verantwortet. Über die Besetzung wird in den nächsten Wochen entschieden. Ein solch vermindertes Stellenpensum komme für ihn aus finanziellen Überlegungen leider nicht infrage, erklärte David Sieber gegenüber HORIZONT Swiss heute Morgen auf Anfrage.

Nathalie Wappler
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