Corona-Pandemie

Gratis-Zeitungszustellung und 100 Millionen CHF als Notmaßnahmen für Medien

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 Die Syndicom und sieben weitere Organisationen schlagen Alarm
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Die Syndicom und sieben weitere Organisationen schlagen Alarm
Acht Schweizer Journalisten- und Medienorganisationen haben National- und Ständerat Vorschläge unterbreitet, um Medien durch die Krise zu helfen und die Qualität im Journalismus aufrechtzuerhalten.
Die Organisationen haben die Vorschläge den national- und ständerätlichen Kommissionen für Verkehr und Fernmeldewesen in einem Schreiben übermittelt. Es handelt sich um ein Paket von Maßnahmen. Dazu zählt:
- Während der Krise sollen Zeitungen und Zeitschriften kostenlos durch die Post zugestellt werden.
- Abonnements der Informationsmedien bei der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sollen vom Bund finanziert werden.
- Ein Fonds von 100 Millionen Franken soll zusätzlich Medien aus Finanznöten helfen und journalistische Recherchen finanzieren.
- Die Reserve für Planungsabweichungen aus der Radio- und Fernsehabgabe, die für dieses Jahr mit 34,2 Millionen CHF veranschlagt ist, soll vor allem konzessionierte private Radio- und Fernsehstationen sowie die audiovisuelle Produktion unterstützen.


Ziel des Pakets ist es zu verhindern, dass Informationsmedien als Folge der Corona-Krise in nächster Zeit ihre Türen schließen müssen. Laut den Verfassern des Schreibens stehen viele Medien aufgrund extremer Umsatzrückgänge auf dem Werbemarkt am Rande des Konkurses. Zu den Unterzeichnern des Schreibens gehören Syndicom, Impressum – die Schweizer JournalistInnen, Investivativ.ch, Media Forti, Medien mit Zukunft, Medien für alle sowie die Association romande des producteurs audiovisuels (AROPA) und das SSM.
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