Corona-Pandemie

Bucherer will 370 Arbeitsplätze abbauen

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Bucherer handelt derzeit mit der Arbeitnehmervertretung einen Sozialplan aus
© Bucherer AG
Bucherer handelt derzeit mit der Arbeitnehmervertretung einen Sozialplan aus
Der Uhren- und Schmuckanbieter Bucherer AG mit Sitz in Luzern leidet nach eigenen Angaben unter den Folgen der Coronakrise. Das Ausbleiben von Touristen führe zu erheblichen Umsatzrückgängen. Das Unternehmen reagiert mit Stellenstreichungen.
Die Bucherer-Gruppe plant, insgesamt 370 der weltweit 2400 Stellen abzubauen. In der Schweiz werden einer Medienmitteilung zufolge voraussichtlich etwa 220 Stellen wegfallen, davon bis zu 170 am Hauptsitz und in den Verkaufsgeschäften in Luzern. Von den 150 betroffenen Stellen bei den übrigen Gruppengesellschaften wurden in den USA bereits 100 abgebaut.


Bucherer begründet den Arbeitsplatzabbau mit Umsatzeinbrüchen, die das Unternehmen seit dem Ausbleiben asiatischer Touristen Ende Januar dieses Jahres verzeichnet. Allein in Luzern sei der Umsatz seit Beginn der Coronakrise im Februar um mehr als 90 Prozent zurückgegangen und habe sich seit Wiedereröffnung der Verkaufsgeschäfte im Mai kaum erholt. Die Perspektiven im internationalen Tourismus und eine drohende Rezession, die die Luxusgüterbranche besonders treffen würde, würden keine wesentliche Besserung vor 2023 versprechen.

Ziel ist es laut Bucherer, die Zahl der Kündigungen durch Frühpensionierungen und natürliche Fluktuationen möglichst gering zu halten. Das 1888 gegründete Familienunternehmen bietet unter anderem Luxusuhren bekannter Marken an und ist an 36 Standorten in Europa vertreten. In der Schweiz beschäftigt es aktuell etwa 1100 Menschen und betreibt 17 Verkaufspunkte.
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