Corona-Krise

Konsumentenschutz fordert Qualitätslabel für Masken

   Artikel anhören
© Foto von Adam Nieścioruk auf Unsplash
Welche Masken sind sicher und geeignet als Schutz gegen das Corona-Virus? Auf dem Markt sind viele Produkte, welche falsch deklariert sind oder zu wenig schützen. Prisca Birrer-Heimo, Nationalrätin und Präsidentin des Konsumentenschutzes, fordert in einer Interpellation eine bessere Deklaration und schlägt ein Label für sichere Masken vor.
Das Tragen – und damit auch das Kaufen - von Masken ist Teil unseres Alltags geworden. Es sind jedoch zahlreiche falsch deklarierte und ungeeignete Masken auf dem Markt, welche die Trägerinnen und Träger ungenügend vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus schützen. Entsprechende Berichte wie diejenigen des Kassensturzes verunsichern die Bevölkerung und schmälern die Bereitschaft, die Masken zu tragen.


Konsumentenschutz-Präsidentin Prisca Birrer-Heimo hat deshalb eine Interpellation eingereicht. Für sie ist klar: «Die Anbieter müssen ihre Masken nicht nur korrekt deklarieren, sondern auch offenlegen, ob die Masken einen ausreichenden Schutz vor dem Corona-Virus bieten». Der Bundesrat solle deshalb rasch klären, welche Kennzeichnungen oder Normen für geeignete Masken gelten sollen und wie Laien diese beim Kauf erkennen können.
„Hilfreich wäre ein Label, welches bestätigt, dass die Maske zur Pandemiebekämpfung geeignet ist.“
Prisca Birrer-Heimo
Eine Informationsstelle für Konsumentinnen und Konsumenten, welche Fragen und Unsicherheiten in Bezug auf Masken haben sowie der Rückruf von ungeeigneten oder falsch deklarierte Masken würden ebenfalls für mehr Vertrauen sorgen. «Eine Klärung dieser Fragen tut not, wenn der Bundesrat will, dass die Masken getragen werden und die Bevölkerung besser geschützt ist», sieht Prisca Birrer-Heimo grossen Handlungsbedarf von Seiten der Regierung.

Über den Konsumentenschutz
Der Konsumentenschutz vertritt unabhängig, kompetent und engagiert die Interessen der Konsumentinnen und Konsumenten. Er ist in der Information und Beratung tätig, verhandelt mit Anbietern und Behörden und vertritt die Konsumenteninteressen auf politischer Ebene. Die Stiftung mit Sitz in Bern kann auf eine breit abgestützte Finanzierung zählen und agiert parteipolitisch unabhängig. Präsidentin: Nationalrätin Prisca Birrer-Heimo, Geschäftsleiterin: Sara Stalder.
Stiftung Konsumentenschutz Schweiz
© SKS
Mehr zum Thema
Konsumentenschutz

Krummes Gemüse und kleine Früchte bereits wieder vom Tisch?

Im Frühling während des Lockdowns vergrösserten Coop und Migros ihr Angebot an Gemüse und Früchten, die nicht der Norm entsprechen. Eine Umfrage der Konsumentenorganisationen Konsumentenschutz, FRC und ACSI zeigt: Zwei Drittel der KonsumentInnen sind bereit, mehr solche Produkte zu kaufen. Stichproben in den Läden zeigen allerdings: Im August sind diese Angebote wieder weitegehend verschwunden.

Bitte loggen Sie sich hier ein, damit Sie Artikel kommentieren können. Oder registrieren Sie sich kostenlos für H+.
stats