Contexta

Die Berner Agentur nutzt nicht nur Mobile, sie wird auch mobil - und disloziert wohl auch mal nach Zürich

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Contexta verlässt schon bald den beschaulichen Berner Sitz an der Aare.
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Contexta verlässt schon bald den beschaulichen Berner Sitz an der Aare.
Ab dem 1. August 2019 hat die Contexta keinen festen Sitz mehr, sondern geht "zum urbanen Nomadentum" über. Sie bleibt zwar eine Marken- und Kommunikationsagentur und löst auch weiterhin Aufgaben mit Strategie, Kreation und Technologie. Mit der neuen Flexibilität will sie "noch konsequenter die Knacknüsse angehen und dafür das Maximum aus Markenführung und Kommunikation herausholen".
"Wer wissen will, wie Tiere leben, sollte nicht in den Zoo gehen, sondern in den Dschungel", sagt Martin Lindstrom, dänischer Vordenker, Dauerreisender und Autor des Bestsellers "Small Data: Was Kunden wirklich wollen – wie man aus winzigen Hinweisen geniale Schlüsse zieht". Nun legt die Marken- und Kommunikationsagentur Contexta nach: Ab dem 1. August 2019 hat sie keinen festen Sitz mehr, sondern geht zum "urbanen Nomadentum" über.
Contexta-Inhaberin Nadine Borter hofft ohne festen Sitz auf mehr Inspiration und frische Ideen.
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Contexta-Inhaberin Nadine Borter hofft ohne festen Sitz auf mehr Inspiration und frische Ideen.
Konkret heisst das: Contexta zieht künftig alle zwei bis zwölf Monate um. "So bleiben wir permanent in Bewegung – physisch wie im Kopf", heisst es in einer Mitteilung, die von Inhaberin Nadine Borter persönlich verschickt wurde. Dabei suche man sich Orte aus, "die nahe bei den Menschen sind, uns beseelen und bereichern": etwa ein Freibad, ein Café oder die Langstrasse (das heisst also, Contexta will nicht zwingend in Bern bleiben). Dort stosse man stets auf frische Insights und Inspiration. "Wenn sich das Leben gleich vor der Agenturtür abspielt, braucht es keine Fokusgruppen mehr, um menschliche Wahrheiten aufzuspüren" schreibt Contexta weiter.
Das von Designern gezimmerte flexible und umbaubare Contexta-Mobiliar
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Das von Designern gezimmerte flexible und umbaubare Contexta-Mobiliar
Um das Herumziehen möglich zu machen, liess sich Contexta vom  Designstudio atelier oï "ein weltweit einzigartiges Nomadenbüro" entwickeln, das es der Agentur erlaubt, überall zu arbeiten und innerhalb von 24 Stunden weiterzuziehen. Das Nomadenbüro sei nicht nur höchst flexibel und funktional, es trage auch die "wunderschöne Handschrift von Designern, die sonst für Marken wie Louis Vuitton und Bulgari arbeiten". Von Prestige, Luxus und hehren Namen und Marken wollen sich die neuen urbanen Nomaden dann doch nicht verabschieden.


Das Nomadentum versteht Contexta denn auch nicht als Selbstzweck, sondern "Lösungsweg": Ziel sei es, Dinge neu zu denken und sie schliesslich aufs Wesentliche zu reduzieren. "Wir wissen, dass sich damit fast alle Business-, Verkaufs- und Kommunikationsprobleme rasch und unkompliziert knacken lassen" – auch die "unlösbaren" Probleme von CEOs und CMOs.
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Mit dem "urbanen Nomadentum" habe  Contexta "den Agenturprozess radikal innoviert", sind die Berner Werber überzeugt. "Wer an Höhe gewinnen will, muss Ballast abwerfen», sind wir überzeugt. Nicht nur wir finden Befriedigung im ballastfreien Denken, sondern auch unsere Partner."

Die Zeiten seien vorbei, in denen man alles mit internen Teams an einem Standort abbilden konnte, schreiben die Contexta-Verantwortlichen. Deshalb gehe es nun darum, das klassische Agenturmodell auch physisch aufzulösen zugunsten einer mobilen Agentur. Man wolle so auch die grossen Themen wie Sustainability, Blockchain oder Mobilität angehen. "Und dafür nutzen wir auch das von uns mitbegründete Digital Festival Zürich." pd/knö
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