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NZZ macht’s noch persönlicher

Markus Barmettler leitet das Projekt bei der NZZ
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Markus Barmettler leitet das Projekt bei der NZZ
Die Neue Zürcher Zeitung erweitert ihr  digitales Angebot für Abonnenten und lanciert einen neuen personalisierten E-Mail-Newsletter.

Die Nutzer fragen nach, die Neue Zürcher Zeitung reagiert. Ergebnis ist ein neuer E-Mail-Newsletter, mit dem die NZZ ihr digitales Abo-Angebot ab dieser Woche ergänzt. „Die Lancierung des E-Mail-Newsletters resultiert aus dem Feedback unserer Abonnenten, die sich diese Publikationsform gewünscht haben“, erzählt Projektleiter Markus Barmettler, der als Leiter Datenanalyse bei der Schweizer Tageszeitung arbeitet. Ziel sei es, eine smartere, stärker personalisierte News-Experience für die Abonnenten zu schaffen. „Sie lesen durchschnittlich acht der 200 pro Tag auf NZZ erstellten Artikel und sollen in Zukunft keinen der für sie relevanten mehr verpassen“, so Barmettler.

Neuer personalisierter E-Mail-Newsletter der NZZ
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Neuer personalisierter E-Mail-Newsletter der NZZ
Bislang können Abonnenten der NZZ neben standardisierten auch drei personalisierte Nachrichten-Produkte nutzen, die sie über die Artikel auf dem Laufenden halten, die sie seit dem letzten Besuch der Website oder der App verpasst haben, sowie noch nicht gelesene Top-Storys des Tages und tendenziell längere Lesegeschichten aus der Woche. Die Auswahl der Artikel basiert auf der Auswertung von Nutzerverhalten und Lesegewohnheiten sowie der redaktionellen Relevanz, die sich aus Dauer und Positionierung auf der Homepage ergibt. Aus diesen Daten errechnet ein Algorithmus, welche Inhalte in die personalisierten Dienste fließen.

Im E-Mail-Format bietet die NZZ zunächst den Newsletter zum Wochenende an. Die Wahl fiel auf ihn, weil „es technisch aufwendig ist, Zehntausende personalisierte E-Mails zu verschicken. So haben wir für den Versand ein paar Stunden Zeit, alle E-Mails abzuwickeln“, erklärt Barmettler.

Seit rund einem Jahr experimentiert die NZZ nun mit neuen Produkten für Web und App. Pro Jahr sind es fünf bis acht größere Launches beziehungsweise Relaunches digitaler Produkte, die das Unternehmen für seine Titel umsetzt. Mehr als 50 Prozent der zahlenden Kunden der NZZ nutzen diese bereits regelmäßig. Noch einmal 15 bis 20 Prozent sind zwar online registriert, aber nicht regelmäßig digital aktiv. Vielleicht lockt sie nun die E-Mail-Version, die ausschließlich für Abonnenten zugänglich ist. ems




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