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Comparis hat das Vertrauen in Datensicherheit in der Schweiz untersucht
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Wem die Schweizer beim Thema Daten vertrauen

Comparis hat das Vertrauen in Datensicherheit in der Schweiz untersucht
Allen zunehmenden Hackerangriffen zum Trotz. Grundsätzlich fühlen sich die Schweizerinnen und Schweizer beim Umgang mit ihren Daten im Internet sicher. Und das Vertrauen in Internetzahlungen hat zugenommen. Davon profitiert vor allem Twint. Datingportalen und den sozialen Netzwerken dagegen bringen Frau und Herr Schweizer das geringste Vertrauen entgegen. Das sind Erkenntnisse aus der aktuellen Comparis-Datenvertrauensstudie 2021.
von Michael Reidel Mittwoch, 24. November 2021
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Die Menschen in der Schweiz fühlen sich sicher, wenn sie im Internet unterwegs sind. Daran haben auch die zunehmenden Hackerangriffe nichts geändert. Das zeigt ein Blick in den jüngsten Report zum Datenvertrauen, den Comparis erhoben hat. Auf einer Skala von 1 bis 10 erreichten die Antworten der Befragten einen Mittelwert von 5,5. Das entspricht dem Vorjahreswert und ist sogar leicht höher als 2019.

Banken genießen das größte Vertrauen beim Umgang mit Daten in der Schweiz
© Comparis
Banken genießen das größte Vertrauen beim Umgang mit Daten in der Schweiz
Dabei gibt es aber unterschiedliche Tendenzen. "Männer haben eher das Gefühl, bei Technikthemen alles im Griff zu haben, als Frauen. Und in den Städten sind die User tendenziell besser mit dem Thema Datenschutz vertraut als auf dem Land", sagt Comparis-Digitalexperte Jean-Claude Frick. Die Mehrheit der Umfrageteilnehmenden hält den Datenschutz in der Schweiz als eher bis sehr gut geregelt. Ausruhen dürfen sich Behörden und Unternehmen auf diesem Lob aber nicht. Laut Untersuchung ist der Anteil der "eher bis sehr gut"-Bewertungen leicht gesunken und hat mit 61,3 Prozent den tiefsten Wert seit 2018 erreicht.
Twint legt stark zu
© Comparis
Twint legt stark zu
Von dem generellen guten Sicherheitsgefühl profitieren unter anderem digitale und mobile Zahlungsmittel. Bis 2020 hatte das Vertrauen hier permanent abgenommen. Jetzt dreht sich der Trend wieder. Davon profitiert vor allem Twint. Bei dem schweizerisches Zahlungssystem für bargeldloses Zahlen und Einkassieren kletterte Wert von 6,2 im vergangenen Jahr auf 7. Damit bewegt sich der Dienst auf dem Niveau von Postcard und Nachnahme erreicht. Und vor Apple Pay, das aber auch zulegen konnte, von 5,4 auf 5,7. "Twint hat sich in der Schweiz etabliert und kann sich dank der praktischen Funktion, einander einfach Geld zu überweisen, von Apple Pay und Co. absetzen", sagt Frick und liefert noch eine weitere, nicht unerhebliche Erklärung für die Entwicklung. "Als Schweizer Lösung geniesst Twint einen Vertrauensvorsprung gegenüber der Konkurrenz", erklärt Frick.
Zur Studie
Die repräsentative Befragung wurde durch das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von Comparis im Oktober 2021 unter 1022 Personen in allen Regionen der Schweiz durchgeführt.
Spannend ist auch, welchen Plattformen die Menschen beim Umgang mit Daten vertrauen. Ganz oben stehen Banken und Behörden sowie die Corona-Apps des Bundes. Ganz unten im Ranking parken Datingangebote und die sozialen Netzwerke. "Social-Media-Plattformen, allen voran Facebook, haben wegen Problemen mit Hatespeech, Mobbing und der fehlenden Kontrollen der Inhalte nur mässige Vertrauenswerte", weiss Fricke. An der vielfachen Nutzung ändert das allerdings nichts. Es fehlten einfach die Alternativen. 
Was Schweizerinnen und Schweizer im Internet Angst macht
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Was Schweizerinnen und Schweizer im Internet Angst macht

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