Co-Creation-Movement

Bringt ein Schweizer Start-up den Durchbruch im Co-Creation-Fashioning?

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Die beiden Gründer Roy Bernheim und Allan Perrottet von TBô (vom französischen „tu es beau“)
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Die beiden Gründer Roy Bernheim und Allan Perrottet von TBô (vom französischen „tu es beau“)
Ein Schweizer Startup sorgt derzeit international für Furore. Dem Unternehmen TBô liegt ein neuartiges, datengetriebenes Business-Modell zugrunde, das eine Community aus 400‘000 Personen konsequent in die Markenentwicklung involviert. Das Startup expandiert bereits heute in 120 Länder. Wichtigster Markt sei die USA, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung.
Dank diesem revolutionären Konzept gelinge es nicht nur die perfekte Unterwäsche zu produzieren, sondern insbesondere auch, ein bedarfsorientiertes, nachhaltiges Angebot zu schaffen. TBô überzeuge Kunden und Investoren gleichermassen. Das Startup exportiere in 120 Länder, wobei die USA der wichtigste Markt sind. Zudem konnten zwei Millionen Franken Investitionskapital von namhaften Investoren wie Nicolas Bürer gewonnen werden.
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Mit «Direct by Consumer»-Ansatz auf die Erfolgsstrasse

Das 2017 von den beiden Schweizer Ökonomen Roy Bernheim und Allan Perrottet gegründete Startup TBô (vom französischen „tu es beau“) basiert auf dem einzigartigen, von den Gründern entwickelten „Direct by Consumer“-Ansatz. Diesem liegt die Überzeugung zugrunde, dass die Konsumenten von heute in die Markenentwicklung involviert werden möchten und dies auch zunehmend von den Unternehmen verlangen. Entsprechend hat TBô eine Community Plattform entwickelt, über die sich die Konsumenten untereinander austauschen und in Design-Fragen sowie bei Entscheidungen hinsichtlich Produktentwicklung, Marketing und Social Responsibility mitreden.
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400'000 Co-Creators an Board

Das Involvement geht gar soweit, dass die Konsumenten mitbestimmen, welche sozialen Projekte unterstützt werden. Ko-Kreation liegt derzeit im Trend – dass der Ansatz aber derart konsequent verfolgt und weit über das Einholen von Kundenwünschen und -Feedbacks hinausgeht, ist weltweit einzigartig. Ebenso einzigartig ist die Anzahl der involvierten Konsumenten, sprich der Community. Aktuell besteht diese aus 400‘000 Personen weltweit, wobei Nordamerika den Hauptanteil stellt.
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Effizient und nachhaltig

Dass neue Produkte nur nach Einbezug von tausenden von Konsumenten und erfolgreichem Vorverkauf lanciert werden, bringt gegenüber herkömmlichen Business-Modellen wie beispielsweise „Direct to Consumer“ eine Vielzahl an Vorteilen: „Dank der Kombination aus Community-Involvement und datengetriebenem Lernen gelingt es uns viel genauer, das zu produzieren, was die Konsumenten wünschen“, sagt Roy Bernheim. „Die Rücksenderaten sind tief, Restbestände und Produktabfälle lassen sich auf ein Minimum reduzieren, denn es lässt sich deutlich präziser vorhersagen, wie gross die Nachfrage für einzelne Produkte sein wird. Letztlich wirkt sich dies natürlich positiv auf die Kosten und auf die Öko-Bilanz aus.“ Das Business-Modell beeinflusst zudem die Wiederholungsbestellquote (Repeat-Order Rate): Diese beträgt bei TBô über 35% innerhalb von drei Monaten nach der ersten Bestellung und liegt damit deutlich höher als im E-Commerce, insbesondere auch bei Unterwäsche, üblich.
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Allan Perrottet kennt den Grund dafür: „Die Einbindung der Kunden führt nicht nur dazu, dass die Produkte genau ihren Wünschen entsprechen – sie identifizieren sich dadurch auch stark mit der Marke.“

Business-Modell überzeugt Investoren

TBô kommt nicht nur bei der Kundschaft gut an, sondern überzeugt auch Investoren. So konnten die beiden Gründer zwei Millionen Franken an Investitionskapital von namhaften Unternehmern und Investoren aufnehmen. Dieses werden sie in die Technologie – namentlich eine eigene Ko-Kreations-Software und algorithmusbasierte Datenanalyse –, die verstärkte Expansion sowie in die Erweiterung des Teams investieren. Zu den Investoren gehört mitunter Nicolas Bürer, Managing Director von digitalswitzerland und Swiss Business Angel of the Year 2018. Dieser wird auch dem Verwaltungsrat von TBô beitreten.

Über TBô
TBô wurde 2017 von den beiden Schweizer Ökonomen Roy Bernheim und Allan Perrottet in Zürich gegründet. Es ist das erste Unternehmen der Welt, das auf dem von den Gründern entwickelten „Direct by Consumer“-Ansatz beruht und eine Community aus aktuell 400‘000 Personen in die Markenentwicklung involviert. Die Produktpalette von TBô umfasst bis jetzt Boxershorts, Unterhosen und -hemden für den Mann aus nachhaltigen Materialien, wie zum Beispiel Bambus-Viskose. Diese gehört zu den nachhaltigsten am Markt erhältlichen Materialien, ist atmungsaktiv und wirkt antibakteriell. Das Startup vertreibt seine Produkte in 120 Ländern und beschäftigt Mitarbeitende an sechs Standorten auf drei Kontinenten. TBô hat CHF 2 Mio. an Investitionsgeldern von namhaften Investoren erhalten. www.t-bo.ch
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