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Galledia übernimmt Multicolor Print komplett

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Multicolor Print mit Sitz in Baar wurde 1993 gegründet, Geschäftsleiter war zuletzt Heinz Meyer
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Multicolor Print mit Sitz in Baar wurde 1993 gegründet, Geschäftsleiter war zuletzt Heinz Meyer
Das Medienhaus CH Media hat rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres sämtliche Aktien der Multicolor Print AG an das Ostschweizer Medienunternehmen Galledia verkauft. Das Grafik- und Druckunternehmen soll weiterhin als eigenständige AG geführt werden. Am Produktionsstandort in Baar werde festgehalten.
Unter dem Dach von Multicolor sind fünf Geschäftsbereiche - Multicolor Printshop, Beagdruck, Bmedien, Multi Digital und die NZZ Fachmedien AG - vereint. An den Standorten in Baar, Luzern und Buchs SG sind etwa 150 Menschen beschäftigt. Das Zentralschweizer Unternehmen deckt nach eigenen Angaben alle Kommunikationskanäle ab - vom Digital- und Akzidenzdruck über Online-Shop-Lösungen bis zum Management von Einzelerzeugnissen und umfangreichen Druckvolumen mit integrierten Logistik-Dienstleistungen.


Für die Ostschweizer Galledia-Gruppe mit Sitz in Flawil, in der auch die "Werbewoche" erscheint und zu der auch eine Druckerei gehört, bedeutet die Transaktion nach eigenen Angaben eine sinnvolle Ergänzung ihres bestehenden Portfolios. Denn mit der Übernahme würden die beiden grössten Bogendruckereien der Schweiz zu einer Allianz zusammengeführt. Hinzu komme, dass Galledia mit dem Zusammenschluss ihre Kompetenz im Digitalsektor ausbauen kann. Für CH Media hingegen ist der Verkauf Teil der Unternehmensstrategie, sich auf die beiden Pfeiler Publishing und Entertainment zu fokussieren.

Die Geschäftsführung der Multicolor Print AG übernimmt Anfang kommenden Monats Daniel Schneider, Leiter Sparte Print und Mitglied der Geschäftsleitung bei Galledia. Er folgt auf Heinz Meyer, der während einer Übergangsphase die Geschäfte an Schneider übertragen wird, um im Anschluss bei CH Media eine neue Aufgabe zu übernehmen.


CH Media und Galledia arbeiten im regionalen Zeitungsgeschäft zusammen. Zum Kaufpreis äußerten sich die Unternehmen nicht.
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