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Bald gibts auch in St. Gallen und Luzern nur noch die "Schweiz am Wochenende" - Abos werden wohl teurer

Dieser Zeitungs-Brand wird bald auch in der Zentral- und Ostschweiz häufiger zu sehen sein.
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Dieser Zeitungs-Brand wird bald auch in der Zentral- und Ostschweiz häufiger zu sehen sein.
CH Media stellt die "Zentralschweiz am Sonntag" ein, ebenso die E-Paper-Ausgabe der "Ostschweiz am Sonntag" und zieht sich somit aus dem Sonntagsmarkt zurück. Stattdessen lanciert sie wie in der Nordwest- und Südostschweiz auch eine Ausgabe "Schweiz am Wochenende" für die Ost- und Zentralschweiz. Das kostet 10 Stellen.
Wegen sinkender Inserateeinnahmen stellt CH Media die "Zentralschweiz am Sonntag" und die seit dem 5. November 2017 als E-Paper erscheinende "Ostschweiz am Sonntag" auf Mitte 2019 ein. Die Abonnentinnen und Abonnenten der Zeitungen erhalten stattdessen am Samstag regionalisierte Ausgaben der "Schweiz am Wochenende". Insgesamt werden in den Redaktionen in der Ost- und Zentralschweiz rund zehn Vollzeitstellen abgebaut. Der Sozialplan kommt zur Anwendung.


Ende Juni erscheinen die "Zentralschweiz am Sonntag" und die als E-Paper publizierte "Ostschweiz am Sonntag" zum letzten Mal. Künftig werden die Abonnenten in der Ost- und Zentralschweiz bereits am Samstag mit Nachrichten, Analysen, Hintergründen und Lesestoff für das gesamte Wochenende versorgt. Die regionalisierten Ausgaben der "Schweiz am Wochenende" werden damit unter dem Dach von CH Media zur mit Abstand grössten Zeitung am Wochenende in der Schweiz. CH Media wird die Abonnenten der "Zentralschweiz am Sonntag" für die entgangenen Ausgaben adäquat entschädigen und diese direkt informieren.

Mit der Einstellung von "Zentralschweiz am Sonntag" und "Ostschweiz am Sonntag" reagiert CH Media, der Zusammenschluss von AZ Medien und NZZ Regionalmedien, auf die stark rückläufigen Einnahmen am Inseratemarkt. Das seit dem 1. Oktober 2018 bestehende Unternehmen hat bereits am 15. November 2018 bekanntgegeben, in den nächsten 24 Monaten 45 Millionen – 10 Prozent der Kosten – einzusparen und 200 Vollzeitstellen abzubauen. In den Redaktionen in der Ost- und Zentralschweiz kommt es aufgrund des Schliessungsentscheides zu einem Stellenabbau von rund 10 Vollzeitstellen. Der Sozialplan kommt zur Anwendung.

Regionalzeitungen ohne Chance im Sonntagsmarkt

"Der Inseratemarkt trägt heute leider keine Sonntagsausgaben von Regionalzeitungen mehr", sagt Jürg Weber, Geschäftsleiter Publishing CH Media, zum Schliessungsentscheid. Schweren Herzens habe man deshalb das Ende der Sonntagsausgaben beschliessen müssen. Jedoch biete die regionalisierte "Schweiz am Wochenende" für die Abonnenten eine gute Alternative. Die Zeitung liefere nun bereits am Samstag die gewohnt vertiefenden Hintergrundberichte und Geschichten.


"Mit einer Auflage von über 350'000 Exemplaren eröffnet das Blatt als schweizweit auflagenstärkste Zeitung am Wochenende der Werbewirtschaft neue Chancen und eine attraktive Alternative zu den bestehenden reinen Sonntagszeitungen", gibt sich Dietrich Berg, Geschäftsleiter Publishing CH Media, überzeugt. Die Zeitung biete ein hervorragendes Umfeld und eine Verbreitung vom Gotthard bis zum Bodensee und vom Appenzellerland bis nach Basel. Ideale Voraussetzungen also für Kampagnen in der ganzen Deutschschweiz.

Vorwarnung bezüglich steigender Abopreise

Pascal Hollenstein, Leiter Publizistik CH Media, bedauert die Einstellung von "Zentralschweiz am Sonntag" und "Ostschweiz am Sonntag": "Es tut einem als Journalist immer weh, ein Produkt einzustellen und Redaktionen zu verkleinern", sagt er. "Klar ist aber, dass man sich als Medienunternehmen nicht gegen den Markt stellen kann. Und die Frage, wann eine Zeitung erscheint, ist im digitalen Zeitalter ohnehin eine nachgelagerte. Entscheidend ist vielmehr, dass wir weiterhin ausgezeichneten Journalismus in den Regionen und auf nationaler Ebene betreiben können. Dies ist auch nach diesem Entscheid gegeben", sagt Hollenstein.
Rückblick
Die NZZ-Mediengruppe stellte die Printausgabe der "Ostschweiz am Sonntag" vor eineinhalb Jahren ein, bloss das E-Paper wurde weitergeführt, ein halbes Jahr zuvor hörte auch die "Schweiz am Sonntag" der ehemaligen AZ Medien zu existieren auf. Letztere wurde zur "Schweiz am Wochenende" umbenannt und der Erscheinungstag auf den Samstag ver- und mit der entsprechenden Samstagausgabe in Chur und in der Nordwestschweiz zusammengelegt.
CH Media schliesst nicht aus, dass die Abonnementspreise auch in Zukunft steigen werden. "Die sinkenden Werbeerträge zwingen das drittgrösste privatwirtschaftliche Medienunternehmen der Schweiz, sich noch stärker auf die Erträge aus dem Lesermarkt abzustützen, damit demokratierelevanter Journalismus in der Deutschschweiz weiterhin finanziert werden kann", heisst es in einer Mitteilung.
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