Carsharing

Mobility will bis 2030 komplett auf E-Autos umstellen

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Carsharer Mobility setzt immer stärker auf Elektromobilität
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Carsharer Mobility setzt immer stärker auf Elektromobilität
Seit einem Jahr hat Mobility in Zürich zehn E-Autos unterschiedlicher Marken im Angebot. Mittlerweile werden die Fahrzeuge bei dem Carsharing-Anbieter gut genutzt. Mobility-Geschäftsführer Roland Lötscher will daher alle Fahrzeuge im Bestand auf den E-Antrieb umstellen, wie er in einer Mitteilung an die Medien sagt.

E-Autos erobern in der Schweiz sukzessive das Strassenbild. Zuletzt hatte Auto-Swiss allein bei den Immatrikulationen von E-Fahrzeugen für den Zeitraum Januar bis Ende Oktober 2021 ein Plus von fast 79 Prozent gemeldet.


Und auch bei Mobility, einem der grössten Carsharing-Anbieter in der Schweiz, wächst das Interesse der Nutzerinnen und Nutzer. Seit einem Jahr testet die Genossenschaft an der Europaallee in Zürich die Attraktivität des Angebots mit zehn E-Autos verschiedener Marken. Mittlerweile, so erklärt Mobility, sind die E-Autos so gut ausgelastet wie die Fahrzeuge mit Benzin- und Dieselmotor. Deshalb fühlt sich die Marke bestärkt in ihrem Ziel, bis spätestens 2030 mit der gesamten Flotte von 3000 Fahrzeugen komplett elektrisch unterwegs zu sein.

Dabei sind die Ausbaustufen klar geplant. Derzeit verfügt der Dienst über 180 E-Autos, bis 2023 werden es 450 sein. "Das Interesse an nachhaltiger Mobilität und die Lust, Neues auszuprobieren, sind gross", sagt Mobility-Geschäftsführer Roland Lötscher. "Das bestärkt uns darin, all unsere Autos möglichst rasch auf Elektroantrieb umzustellen."

Vor allem junge Menschen interessieren sich für die E-Mobilität. Zwei Drittel aller Nutzenden seien unter 39-jährig. "Das ist genau das, was wir uns erhofft hatten: Junge Menschen für E-Sharing zu begeistern", sagen Lötscher. Wie die Analyse der Daten aus dem Testlauf zeigt, suchen rund die Hälfte aller Fahrerinnen und Fahrer den Standort Europaallee extra wegen der E-Autos auf – auch dann, wenn Standorte mit fossil betriebenen Fahrzeugen näher liegen würden.

Für wichtig hält Lötscher die Kommunikation rund um die E-Mobilität: "Der Umstieg auf Elektromobilität gelingt nur, wenn man die Menschen in den Fortschritt miteinbezieht und laufend Informationsarbeit leistet. So können wir Hemmungen und Ängste in Begeisterung verwandeln.“ Zumal die Reichweite weniger das Problem ist als der Ladevorgang. Darauf hat Mobility nach eigener Darstellung inzwischen mit Kurzanleitungen reagiert, die online sowie physisch in den Fahrzeugen verfügbar sind. Um die eigene E-Ladeinfrastruktur auszubauen, arbeitet Mobility mit der SBB zusammen, von der sie E-Parkplätze an Bahnhöfen mietet. Zudem unterhält der Carsharer eigene Ladestationen.

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