Business Innovation Week

Der grösste Schweizer Zukunfts-Event fordert mehr Innovationskraft

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© BIW
Die Business Innovation Week Switzerland (BIW) hat mit eindringlichen Appellen an die Innovationskraft der Schweiz begonnen. In Zürich Oerlikon machten Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik eindringlich klar, wie "Künstliche Intelligenz" Arbeit und Alltag grundlegend verändern wird. Auch Marketingfachleute und JournalistInnen sind betroffen. Die Veranstaltung dauert noch bis Freitag.
Die digitale Transformation ist in vollem Gang, Künstliche Intelligenz wird unser soziales Umfeld, Dienstleistungen und Industrie massiv verändern. Beim Eröffungsforum "Zukunft SchwAIz" machte Peter Grünenfelder klar, dass die Schweiz ihre wirtschaftlichen Potenziale besser nutzen sollte: "Wir müssen den Reformstau endlich auflösen!", so der Direktor von Avenir Suisse Business. Nur so könne die Schweiz ihre weltweite Spitzenstellung bei der Innovationkraft und Wettbewerbsfähigkeit behaupten. Artificial Intelligence bedroht seiner Ansicht nach nicht den Arbeitsmarkt: "Technologiebedingte Arbeitslosigkeit ist ein Mythos." Neue Jobprofile würden das kompensieren.


„Wir müssen den Reformstau endlich auflösen!“
Dr. Peter Grünenfelder, Direktor Avenir Suisse Business
Auf die Innovationskraft von Bund, Kantonen und Gemeinden setzt Mark Steiner. Der Bundesverwaltungsrichter aus St. Gallen sagt: Rechtliche Prämissen, Preis- und Kostendruck würden das Beschaffungswesen der öffentlichen Hand zu stark reglementieren. "Hier fehlt das richtige Anreizsystem. Wenn wir wieder mehr auf Qualität setzen, dann könnten vor allem der Bund und die SBB zu wertvollen Innovationsmotoren werden!" Je kürzer die Innovationszyklen würden, um so weniger könne man auf dieses Potenzial verzichten.

Wenn es um Standortförderung geht, stösst Christoph Lang, der Geschäftsführer der Flughafenregion Zürich, beim Talk zum Thema "Standortförderung" ins selbe Horn: „Die Stimmung ist gut, aber was mich stört ist: Als Schweiz gehen wir an den öffentlichen Reglementen so langsam zugrunde. Das lähmt die Innovationskraft!“ Für Regine Sauter ist Standortpolitik auch immer Innovationsförderung: "Innovation belebt und befruchtet einen Standort, gibt Austausch und Bereicherung. Wir machen in der Schweiz vieles sehr gut und richtig. Aber wir müssen es auch bleiben!", sagt die Direktorin der Zürcher Handelskammer.


Ganz sportlich nimmt es Liv Minder. Die Direktorin Investment Promotion Switzerland Global Enterprise rät dazu, wach zu bleiben, das Tempo hoch zu halten und so fit zu bleiben. „Starre Regulierungen behindern uns. Wir müssen uns selbstbewusst diesen Themen annehmen und versuchen, gute Kollaborationspartner für Dritte zu sein."

Spannend wäre es gewesen, auf dem Podium Vertreter aus Werbung, Marketing und Medien vorzufinden. Aber dafür gibt es andere Vorträge und Firmen vor Ort am Event, die sich intensiv mit der Zukunft unserer Branche beschäftigen.
„Es ist nicht einfach, Unternehmer und KMU aus ihrer Komfortzone zu holen: Es braucht mehr Mut, Offenheit und Neugierde!“
BIW-Gründerin Ewa Ming
Der Innovationsgeist für drei Tage Business Innovation Week ist geweckt. Unternehmerin und BIW-Gründerin Ewa Ming sieht ihren Weckruf an die Schweizer Wirtschaft auf gutem Weg: "Es ist nicht einfach, Unternehmer und KMU aus ihrer Komfortzone zu holen: Es braucht mehr Mut, Offenheit und Neugierde!"
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