Bundesrat

Doris Leuthard tritt zurück

Doris Leuthard legt ihre Ämter nieder
© zVg.
Doris Leuthard legt ihre Ämter nieder
Sie ist eine der beliebtesten Politikerinnen der Schweiz. Am Donnerstagvormittag hat Bundesrätin Doris Leuthard in einer Medienkonferenz offiziell ihren Rücktritt bestätigt. Zum Jahresende legt die CVP-Magistratin ihre Ämter nieder.




Nationalratspräsident Dominique de Buman (CVP/FR) verlas das Rücktrittsschreiben des amtsältesten Regierungsmitglied zuvor  im Rat. Der Entschluss zum Ende des Jahres sei schon länger festgestanden, so Leuthard. Sie sei jetzt 12 Jahre in der Regierung gesessen, das sei genug, nun mache sich eine gewisse Amtsmüdigkeit bemerkbar, auch weil immer wieder Themen aufkämen, die zu einer Genügsamkeit führten. „Ich freue mich nun auf ein Leben nach dem Bundesrat und dass ich den Koffer nicht zweimal in der Woche packen muss“, sagte eine sichtlich zu Tränen gerührte Leuthard in der Medienkonferenz, die nun mehr Zeit mit Ihrem Mann und der Familie verbringen möchte. beim Dank an die Familie, die in den letzten Jahren zu kurz gekommen sei, bricht nun endgültig Leuthards Stimme. Sie wolle sicher nicht privatisieren, aber sie lasse künftige Tätigkeiten auf sich zukommen, möglicherweise "etwas Gemeinnütziges".

Leuthard ist seit 14. Juni 2006 Mitglied des Bundesrats und saß 12 Jahre in der Landesregierung, zunächst als Wirtschaftsministerin, ab Herbst 2010 leitete sie das  Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) vor. Zu ihren wichtigsten Geschäften gehörte die Energiestrategie. Vor ihrem Sitz im Bundesrat hatte sie die Parteileitung innegehabt.


FDP-Bundesrat Johann Schneider-Ammann hatte bereits am Dienstag seinen Rücktritt auf Ende Jahr angekündigt. In der Wintersession werden somit zwei Sitze in der Landesregierung neu besetzt. Die Wahl findet voraussichtlich am 5. Dezember statt. vg

 

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