Bundesamt für Statistik mit Ausblick ins Jahr 2050

Frauen werden in zehn Jahren höher qualifiziert sein als Männer

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Der Anteil diplomierter Frauen wird mit jenem der Männer in rund zehn Jahren gleichziehen und ihn anschliessend übertreffen (2040: 57% der Frauen gegenüber 54% der Männer).
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Der Anteil diplomierter Frauen wird mit jenem der Männer in rund zehn Jahren gleichziehen und ihn anschliessend übertreffen (2040: 57% der Frauen gegenüber 54% der Männer).
Gemäss dem vom Bundesamt für Statistik (BFS) berechneten Referenzszenario wird die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz von 8,6 Millionen Personen Ende 2019 auf 10,4 Millionen im Jahr 2050 ansteigen. Dieses Wachstum wird in erster Linie der Migration zuzuschreiben sein. Sein Ausmass hängt von den sozioökonomischen und politischen Entwicklungen in der Schweiz ab. Zwischen 2020 und 2030 wird die Bevölkerung rasch altern. Anschliessend wird sich die Alterung verlangsamen. Das Bevölkerungswachstum wird rund um Zürich und Genf am stärksten ausfallen. Für die Wirtschaft ist das in erster Linie eine Chance, weil jede Bewohnerin, jeder Bewohner auch Konsument ist. Für Infrastruktur und Natur ist es eine weitere Zusatzbelastung
Sollte das Referenzszenario eintreten, wird die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz von 8,5 Millionen Personen im Jahr 2018 auf 9,4 Millionen im Jahr 2030 und auf 10,4 Millionen im Jahr 2050 ansteigen, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 0,6% entspricht. Über 75% dieser Zunahme sind auf die Migration zurückzuführen. Schreibt das Bundesamt für Statistik in seiner Medienmitteilung vom 27. Mai.
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Die Bevölkerung altert in den nächsten zehn Jahren rasch

Die Bevölkerung ab 65 Jahren wird zwischen 2020 und 2030 mit einem Wachstum von nahezu 30% sehr stark ansteigen, da in dieser Zeitspanne die geburtenstärksten Babyboom-Jahrgänge allmählich ins Rentenalter kommen. Zwischen 2018 und 2050 wird sich das Wachstum der 65-jährigen oder älteren Bevölkerung auf rund 70% belaufen. Dieser Anstieg der Bevölkerung im Rentenalter wird nicht nur auf eine immer höhere Anzahl Personen ab 65 Jahren, sondern auch auf die höhere Lebenserwartung zurückzuführen sein. Gemäss dem Referenzszenario wird die Schweiz 2050 insgesamt 2,7 Millionen Personen ab 65 Jahren zählen. Ende 2019 waren es 1,6 Millionen.
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Frauen werden in zehn Jahren höher qualifiziert sein als Männer

Sowohl in der Schweiz als auch auf internationaler Ebene lässt sich aktuell feststellen, dass Frauen in der Schule besser abschneiden bzw. häufiger Bildungsabschlüsse erwerben als Männer. Dennoch bleibt der Anteil der Männer mit einem Hochschulabschluss oder einer höheren Berufsbildung in der 25- bis 64-jährigen Bevölkerung vorläufig höher als jener der Frauen (2019: 48% der Männer gegenüber 41% der Frauen). Diese Situation wird sich aber rasch verändern und der Anteil diplomierter Frauen wird mit jenem der Männer in rund zehn Jahren gleichziehen und ihn anschliessend übertreffen (2040: 57% der Frauen gegenüber 54% der Männer).

Die Erwerbsbevölkerung nimmt zu

Die Erwerbsbevölkerung wird gemäss dem Referenzszenario zwischen 2020 und 2050 um 12% auf 5,6 Millionen Personen im Jahr 2050 ansteigen. In Vollzeitäquivalenten ausgedrückt wird die Erwerbsbevölkerung ebenso stark wachsen (+12% auf 4,8 Millionen). Im «hohen» Szenario steigt die Erwerbsbevölkerung kontinuierlich auf 6,2 Millionen Personen im Jahr 2050 (+25%), im «tiefen» Szenario bleibt sie bis 2025 stabil und nimmt bis 2050 leicht ab auf 5,0 Millionen Personen (–1% gegenüber 2019).

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