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Schweizer Promis machen sich für einsame Menschen stark

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© Screenshot generali.ch/helden
Eigentlich sind sie sich ein grösseres Publikum gewohnt. Doch besondere Zeiten verlangen besonderen Einsatz. Deshalb greifen Schweizer Promis zum Telefonhörer und plaudern mit einsamen oder isolierten Mitmenschen. Die Anrufe erfolgen im Rahmen des Projekts Helden gegen Einsamkeit, eine Aktion der Generali und weiteren Supporting-Partner.
Fünf Wochen sind seit der Lancierung vergangen. Bei "Helden gegen Einsamkeit" handelt es um eine digitale Plattform, die Menschen nach dem Zufallsprinzip zu Telefongesprächen verbindet. Inzwischen ist das Projekt ein Exportschlager und in Österreich, Deutschland und neuerdings Frankreich lanciert. In der Schweiz konnten Stars wie Pegasus Lead Singer Noah Veraguth, das Supermodel Manuela Frey und Bionicman Michel Fornasier als Teilnehmer gewonnen werden. Lesen Sie über ihre bewegenden Erlebnisse mit einsamen Menschen.

Manuela Frey, SNTM-Host & Model

Warum machst du bei «Helden gegen Einsamkeit» mit? Ich bin mit 16 Jahren für’s Modeln nach New York gezogen und war gerade zu Beginn oft etwas einsam. Deshalb weiss ich, wie es sich anfühlt, wenn man ganz alleine ist und mache gerne bei der Aktion mit. Denn gerade in dieser schweren Zeit ist es schön jemanden zum Reden zu haben. Wie war dein erstes Telefongespräch? Es war toll! Ich habe mit einer wunderbaren Frau telefoniert und es hat auf Anhieb «gefunkt». Sie hat mir aus ihrem Leben erzählt, ich habe ihr Details aus meinem Leben anvertraut. Es hat sich super angefühlt. Warst du inkognito unterwegs oder hast du dich «geoutet»? Zuerst hatte ich vor, inkognito zu bleiben, aber Ruth war mir so sympathisch, ich wollte ihr keinen Bären aufbinden und irgendetwas erfinden.

Noah Veraguth, Sänger der Band Pegasus

Warum machst du bei «Helden gegen Einsamkeit» mit? Ich finde es wichtig in dieser Zeit Menschen zu helfen die aktuell unter der Einsamkeit leiden. Der Lockdown bringt so viele Nebenwirkungen mit sich, für Leute die alleine leben ist die Einsamkeit eine davon. Für diese Leute wollte ich mich einsetzen, ihnen zuhören, ein Gespräch über Alltägliches führen. Warst du inkognito unterwegs oder hast du dich «geoutet»?
Ich habe mich nicht geoutet. Ich fand es in dieser Situation auch nicht wichtig. Mir ging es darum, dass mein Gegenüber jemanden hat, der ihm zuhört. Warum machst du bei «Helden gegen Einsamkeit» mit? Weil sich in der jetzigen Situation viele Mitmenschen isoliert und einsam fühlen und sich nach Kommunikation und Austausch sehnen. Wie war dein erstes Telefongespräch? Sehr sympathisch – als würden die Anruferin und ich uns schon ein Leben lang kennen. Die rüstige Rentnerin will Bionicman sogar zu einem Auftritt im Kindergarten ihrer Enkelin einladen, sobald sich die Lage wieder normalisiert hat. Warst du inkognito unterwegs oder hast du dich «geoutet»? Wie es der Zufall wollte, hat meine Gesprächspartnerin mich neulich im Wissensmagazin Galileo gesehen und wusste über Bionicman und seine Enthinderungs-Mission für Kinder bestens Bescheid.

Mitmachen ist denkbar einfach.

«Jede und jeder, der den Wunsch verspürt, mit jemandem zu reden, kann sich über die Plattform anmelden», sagt Sunnie Groeneveld, Mitgründerin von LunchLottery GmbH. «Danach wird nach dem Zufallsprinzip ein Kontakt zugelost inklusive Telefonnummer. Telefonisch setzt man sich in Verbindung, führt Gespräche und tauscht sich aus. Alle drei Tage erhält man per E-Mail einen neuen Kontakt.» LunchLottery ist Co-Veranstalter von ""Helden gegen Einsamkeit".


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Sunnie Groeneveld
© Hürlimann
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