BFS E-Commerce-Studie

Jeder dritte Schweizer shoppt online

E-Commerce in der Schweiz nimmt zu
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E-Commerce in der Schweiz nimmt zu
Onlineshopping in der Schweiz zieht sich inzwischen durch alle Alters- und Bildungsschichten. 4,9 Millionen Schweizer haben 2017 mindestens einmal etwas im Internet bestellt. Das entspricht drei Vierteln der Bevölkerung, dennoch zieht sich immer noch ein digitaler Graben durch die Bevölkerung. Das hat das Bundesamt für Statistik (BFS) in seiner Erhebung „E-Commerce in der Schweiz 2010–2017“ mit einer Umfrage unter 3000 Personen herausgefunden.




2010 hat erst jeder Zweite online eingekauft. Dieses Wachstum ist durch mehrere Aufholeffekte geprägt, die mit der allgemeinen Verringerung des digitalen Grabens zusammen­hängen. So hat der Anteil der E-Konsumenten ohne nachobligatorische Ausbildung stark zugenommen. Auch der Frauenanteil ist markant gewachsen. Interessanterweise findet der Aufholeffekt bei den Altersklassen an beiden Enden der Skala statt. Sowohl die Jüngsten (15 bis 24 Jahre) als auch Personen ab 55 Jahren nutzen den E-Commerce zunehmend häufiger.

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Dennoch ist der digitale Graben immer noch deutlich sichtbar. Am grössten ist er zwischen den verschiedenen Altersklassen und Bildungsstufen. Während 91% der 25- bis 34-Jährigen im Internet Waren oder Dienstleistungen bestellen, sind es bei den 64- bis 74-Jährigen lediglich 51%. In den obersten Altersklassen sinkt dieser Anteil sogar auf weniger als 20%. Auch in Bezug auf den Bildungsstand bestehen erhebliche Un­terschiede. 85% der Personen mit Tertiärabschluss und nur 46% der Personen ohne nachobligatorische Ausbildung kaufen im Internet ein.


Am gefrag­testen sind Zugbillette und Flugtickets. Sie werden von 3,3 Millio­nen Personen online bestellt. Dahinter folgen, mit rund drei Millionen Personen, Kleider (inkl. Schuhe) sowie Übernachtungen in Hotels oder Ferienunterkünften. Eintrittskarten für Sport- oder Kulturveranstaltungen (Kino, Konzerte, Vorstellungen) erwerben über 2,5 Millionen Personen im Internet. Selten online gekauft werden Kredite, Medikamente, Anlagedienstleistungen, Lotteriescheine, Versicherungspolicen oder Filme.

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Bei der Häufigkeit der Käufe bleibt noch Luft nach oben: 40 Prozent kauften nur ein bis ein- bis zweimal innerhalb von drei Monaten online ein. Gut ein Drittel (36%) kaufte drei- bis fünfmal, ein Viertel (24% bzw. 1,1 Millionen Personen) mindestens sechsmal online ein, die Hälfte davon sogar mehr als zehnmal.

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