Ringer beteiligt die Mobiliar

Das sagen die CEOs im HORIZONT-Interview

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Mark Walder, CEO der Ringier AG (links) mit Markus Hongler, CEO der Mobiliar anlässlich des Pressetalks zur Partnerschaft im Ringier Pressehaus
© Ringier
Mark Walder, CEO der Ringier AG (links) mit Markus Hongler, CEO der Mobiliar anlässlich des Pressetalks zur Partnerschaft im Ringier Pressehaus
Ringier beteiligt die Mobiliar mit 25 Prozent. Die beiden Schweizer Unternehmen haben sich auf eine langfristige Kooperation geeinigt. Anlässlich der Medieninformation im Ringier Pressehaus fand eine angeregte Diskussion statt. Die beiden CEOs stellten sich den Fragen der Journalistinnen und Journalisten. Im Anschluss standen uns Marc Walder und Markus Hongler für ein Video-Interview zur Verfügung.
„Es ist ein guter Tag. Ein historischer Tag für Ringier. Zum ersten Mal in 180 Jahren steigt ein Investor ausserhalb der Familie in das Unternehmen ein.“
Marc Walder, CEO der Ringier AG
„Es ist ein Familienunternehmen bei Ringier. Es ist eine Genossenschaft bei der Mobiliar. Ich denke, wir qualifizieren uns beide über sehr langfristiges Denken.“
Markus Hongler, CEO der Mobiliar

Spannende Antworten aus der offenen Fragenrunde

Braucht Ringier Kapital? Marc Walder: Ja! Transformation bedeutet viele Investitionen. Technologie ist ein sehr kritischer Faktor geworden. Für alle Branchen. Der grösste Teil des Kapitals geht ins Unternehmen.


Von wem kam die Initiative? Marc Walder: Von beiden. Wichtig war uns eine Schweizerlösung und beide Unternehmen sind weit über 100 Jahre alt.

Wie passt Ringier zur Mobiliar? Markus Hongler: Der Entscheid wurde im Verwaltungsrat der Holding gefällt. Vor fünf Jahren haben wir die Digitalisierungsstrategie begonnen umzusetzen. Ringier begann damit vor 12 Jahren. Die Lücke wurde uns immer bewusster. Diese wollen wir nun schliessen. So können wir uns einen Vorteil im Markt erwirtschaften.


Wie ist der Zeithorizont? Marc Walder: Wir haben uns gesagt, 10 Jahre. Das war ganz entscheidend.

Wurde auch ein Börsengang in Betracht gezogen? Marc Walder: Nein, die Diskussion über einen IPO war sehr kurz. Er ist kein Thema und das ist ein Frimencredo. Das Unternehmen ist in Familienbesitz und das soll so bleiben.

Tritt "Der Blick" bei Mobiliar-Fragen künftig in den Ausstand? Mark Walder: Unsere Medien müssen unabhängig bleiben. Ob grosse Inserenten oder wie jetzt neu, Investoren, darf keine Rolle spielen. Die Mobiliar interessiert sich für unsere digitale Plattformökonomie.

Markus Hongler: Unsere Konkurrenten haben Zugang zu globalen Kompetenzen. Funktioniert was in Brasilien, wird es weltweit ausgerollt. Diesen Vorteil haben wir nicht. Deshalb haben wir uns mit Ringier zusammengeschlossen. Wir müssen Wissen, wie wir an entsprechendes Wissen kommen. Der Mobiliar-Kunde profitiert davon. Er hat mehr Komfort und mehr Transparenz.

Welches sind die nächsten Schritte? Marc Walder: Wir implementieren zwei Arbeitsgruppen. Wir kommen so in den Business-Development-Prozess. Es gibt keinen Benchmark für einen solchen Zusammenschluss, an dem wir uns orientieren können. Wir müssen das neu entwickeln. Es ist ein Kick-off zu einer langjährigen Zusammenarbeit.

Wie sieht das Business-Development aus? Haben Sie ein Beispiel? Markus Hongler: Beobachter-Leute von Ringier zeigten unseren Mobiliar-Leuten, wie man Kunden dazu bringt, eine App runterzuladen. Der Case ist erfolgreich verlaufen.




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