Bernexpo Groupe

Messebetreiberin halbiert im Corona-Jahr den Umsatz

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Leeres Gelände, leere Halle - die Bernexpo Groupe leidet massiv unter Corona
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Leeres Gelände, leere Halle - die Bernexpo Groupe leidet massiv unter Corona
Mehr als 30 Eigen- und Gastmessen, über 300 Kongresse und Fachveranstaltungen sowie Events jeder Größenordnung standen jährlich im Terminkalender der Bernexpo Groupe. Vor Corona. Seit März 2020 ruht das Geschäft weitestgehend. Die Folge: Der Umsatz halbiert sich, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) rutscht ins Minus, ebenso das konsolidierte Jahresergebnis mit Minus 16,1 Millionen Schweizer Franken.
Für die Bernexpo Gruppe war das vergangene Jahr grausam. Sämtliche Veranstaltungen – darunter die traditionelle Frühlingsmesse BEA oder die Fachmessen Suisse Public, Sindex und Ornaris – wurden aufgrund der von Bund und Kantonen verordneten Corona-Maßnahmen abgesagt oder verschoben. Wichtige Gastmessen die Agrama, Fachmesse für Land- und Forsttechnik und die Berufsmeisterschaften Swiss Skills konnten ebenfalls nicht durchgeführt werden.

In der Konsequenz muss das Live-Marketing-Unternehmen sowohl beim Umsatz wie auch beim Jahresergebnis einen massiven Rückgang hinnehmen und verzichtet in der Folge erneut auf die Ausschüttung einer Dividende. Beim Umsatz ist für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020 ein Einbruch von rund 51 Prozent auf 24,4 Millionen Schweizer Franken (Vorjahr: CHF 49,7 Millionen) zu verzeichnen. Das Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) liegt bei CHF -10,9 Millionen (Vorjahr: CHF 8,8 Millionen). Das konsolidierte Jahresergebnis beträgt CHF -16,1 Millionen (Vorjahr: CHF 2,1 Millionen). „Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sind für unser Unternehmen einschneidend“, sagt Franziska von Weissenfluh, Co-Präsidentin des Verwaltungsrates. "Da unsere Geschäftstätigkeit durch hohe Fixkosten geprägt ist und einer personalintensiven Planungszeit bedarf, werden sich unsere umfangreichen Kostensenkungs-und Restrukturierungsmaßnahmen erst mit relativ großen zeitlichen Verzögerungen auswirken."

Da noch kein Ende der Corona-Restriktionen abzusehen ist, schätzen die Verantwortlichen der Bernexpo Groupe auch das Jahr 2021 als „schwierig“ ein. Ziel ist es, ein ausgeglichenes Resultat zu erwirtschaften. "Sobald die Pandemie überwunden ist, gehen wir davon aus, dass ein sehr großes Bedürfnis nach persönlichen Begegnungen besteht und dies einen Aufschwung unserer Geschäftstätigkeit auslösen wird", prognostiziert von Weissenfluh. Zudem werden mehrere Online-Formate an den Start gehen, etwa die BAM.Connect (24. bis 26. März 2021), die Innoteq.Digital (19. bis 20. Mai) oder die hybride Ausgabe der Sindex (31. August bis 2. September).
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