Bernexpo Groupe

Es droht ein Minus im zweistelligen Millionenbereich

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In Normalzeiten realisiert die Bernexpo unter anderem mehr als 300 Kongresse und Fachevents pro Jahr
© Bernexpo
In Normalzeiten realisiert die Bernexpo unter anderem mehr als 300 Kongresse und Fachevents pro Jahr
Die Folgen der Coronakrise treffen die Schweizer Eventbranche hart. So auch den Messeveranstalter Bernexpo. Das Unternehmen rechnet nach eigenen Angaben in diesem Jahr mit einem Verlust in tiefer zweistelliger Millionenhöhe.
Wie die Bernexpo mitteilt, hat das Unternehmen aufgrund der geltenden Beschränkungen seit März alle Eigen-und Gastveranstaltungen, darunter die Frühlingsmesse BEA und die Fachmesse Suisse Public, abgesagt oder auf kommende Jahre verschoben. Wichtige Gastveranstaltungen, etwa die Berufsmeisterschaften Swiss Skills und die Fachmesse für Land- und Forsttechnik Agrama, finden demnach erst 2021 respektive 2022 statt. Umsätze seien lediglich mit ad hoc generierten Veranstaltungen erzielt worden. Als "Lichtblicke" bezeichnet die Gesellschaft die geplante Umsetzung des Suisse Caravan Salons (22. bis 26. Oktober 2020) und der Berufs-und Ausbildungsmesse BAM (30. Oktober bis 2. November 2020). Das E-Sports-, Gaming- und Cosplay-Festival Hero Fest (3. bis 11. Oktober 2020) werde in Form eines hybriden Events stattfinden.


Alles in allem aber kann die Bernexpo die Umsatzverluste offenbar auch nicht durch Kostensenkungen wettmachen. "Die erzielten Einsparungen sowie die Umsätze aus den zusätzlich generierten und noch geplanten Veranstaltungen kompensieren die Einbussen im Kerngeschäft jedoch bei Weitem nicht", wird Franziska von Weissenfluh zitiert, Co-Chefin des Verwaltungsrats der Bernexpo AG. So werde es im Geschäftsjahr 2020 insgesamt zu einem Minus in tiefer zweistelliger Millionenhöhe kommen.

2018 hatte der Konzern einen Umsatz in Höhe von 62,6 Millionen CHF erzielt, der Gewinn lag bei 3,3 Millionen CHF. 2019 betrug der Umsatz 49,7 Millionen CHF, der Gewinn sank auf 2,1 Millionen CHF.
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