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Fünf Uhrenmarken setzen auf eigene Veranstaltung

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Gleich fünf Hersteller verlassen die Baselworld. Ob die Messe 2021 wirklich stattfindet?
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Gleich fünf Hersteller verlassen die Baselworld. Ob die Messe 2021 wirklich stattfindet?
Rolex, Patek Philippe, Chanel, Chopard und Tudor verlassen die Uhrenmesse Baselworld. Das teilten die Unternehmen heute mit. Stattdessen plant das Quintett künftig eine eigene Veranstaltung in Genf, die parallel im April 2021 zur Watches & Wonders stattfinden soll. Für die bisher grösste Uhrenmesse der Welt könnte dies das Aus bedeuten.
In der Uhrenbranche kommt das einem Erdbeben gleich. Mit Rolex, Patek Philippe, Chanel, Chopard und Tudor verlassen gleich fünf grosse Hersteller die Baselworld, bis dato die grösste Messe für die Zeitmesser-Industrie auf der Welt. Bereits vor zwei Jahren hatte allerdings auch die Swatch-Group dem Grossevent den Rücken gekehrt.


"Wir haben seit 1939 an der Baselworld mitgemacht", erklärt Jean-Frédéric Dufour, Generaldirektor von Rolex. "Leider gab es Entwicklungen dieser Veranstaltung und Entscheide der MCH Group, und trotz unserer Zuneigung zu dieser Uhrenmesse haben wir uns zum Rückzug entschlossen." Ähnliches ist von Thierry Stern zu hören: "Heute ist Patek Philippe nicht mehr im Einklang mit der Vision der Baselworld. Es gab zu viele Diskussionen und ungelöste Probleme. Das Vertrauen ist nicht mehr da", erklärt der Patek-Philippe-Präsident.

Messebetreiber MCH hatte die diesjährige Ausgabe der Baselworld Ende Februar aufrund der Corona-Pandemie abgesagt. Sie sollte stattdessen im Frühjahr 2012 stattfinden. Einen Teil der angefallenen Kosten wollte der Messebetreiber jedoch einbehalten. Die Messe Schweiz zeigt sich in einem Statement von dem Ausstieg der Luxus-Vertreter überrascht. Alle Unternehmen seien im Ausstellerkomitee vertreten und man habe gemeinsam das neue Durchführungsdatum für die Baselworld festgelegt. "Die Absicht einer Abwanderung nach Genf ist nie erwähnt worden. Die MCH Group muss daraus schliessen, dass die entsprechenden Pläne seit längerer Zeit vorbereitet worden sind und die Diskussionen über die finanzielle Regelung der Absage der Baselworld 2020 nun als Argument vorgeschoben werden", heisst es weiter. Ob die Baselworld als Veranstaltung überhaupt zu halten ist, werden erst die nächsten Wochen zeigen.
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