Bain & Company-Studie

Probleme für Breitling, Rolex, Chopard & Co.

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Die Uhrenmesse Baselworld fällt als Schaufenster der Branche flach
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Die Uhrenmesse Baselworld fällt als Schaufenster der Branche flach
Luxusgüterhersteller stecken wegen der Corona-Pandemie in der Krise. Der Markt wird in diesem Jahr nach Schätzungen der Unternehmensberatung Bain & Company um 20 bis 35 Prozent schrumpfen. Besonders betroffen seien die Hersteller hochwertiger Uhren.
Der weltweite Umsatz der Luxusgüterhersteller ist laut dem Frühjahrsupdate der "Luxury Goods Worldwide Market Study" von Bain & Company bereits im ersten Quartal dieses Jahres um rund ein Viertel eingebrochen. Die Kauflust der Kunden sei wegen ihrer Unsicherheit über die tatsächlichen Auswirkungen der Corona-Krise und wegen der Gefahren durch eine mögliche zweite Infektionswelle gedämpft. Besonders hart getroffen sind der Studie zufolge die Hersteller hochwertiger Uhren, weil ihre Produkte überwiegend in Fachgeschäften verkauft würden. Kaum besser ergeht es demnach den Produzenten von luxuriöser Bekleidung und Schmuck. Als robuster würden sich bislang die Kategorien Kosmetik und Accessoires erweisen: Diese würden häufiger online gekauft.


Von den massiven Umsatzrückgängen wird sich der Markt nach Bain & Company-Angaben frühestens 2022 erholen. Dann könnte der Umsatz wieder das Niveau des Jahres 2019 erreicht haben, also etwa 281 Milliarden Euro. Bis 2025 würden auf den Onlinevertrieb voraussichtlich rund 30 Prozent des gesamten Branchenumsatzes entfallen. Dann dürfte die Branche insgesamt wieder auf ihre gewohnte Wachstumsrate von jährlich rund sechs Prozent kommen. Die Bain-Experten erwarten für 2025 einen weltweiten Luxusgüterumsatz von 320 bis 330 Milliarden Euro.
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