Axa Studie

So geht’s der Schweiz mit Corona

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© Emma Simpson auf Unsplash
Der diesjährige Welttag der psychischen Gesundheit am 10. Oktober findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem sich unser tägliches Leben infolge der COVID-19-Pandemie erheblich verändert hat. Welche Auswirkungen hat die Ausnahmesituation auf die mentale Gesundheit der Bevölkerung? Dieser Frage ging eine paneuropäische Studie der AXA in sieben Ländern nach, bei der auch mehr als 1000 Schweizerinnen und Schweizer befragt worden sind.
Gemäss der Studie kommen die Schweizerinnen und Schweizer bislang besser durch die Krise als andere Menschen in Europa, was ihre mentale Gesundheit angeht. Jede zweite befragte Person gab an, sich zum Befragungszeitpunkt im Juni in einem guten oder sehr guten mentalen Zustand befunden zu haben. Damit schnitt die Schweiz im Vergleich zu den anderen untersuchten Ländern am besten ab. Zudem sind die Schweizerinnen und Schweizer zuversichtlicher als ihre europäischen Nachbarn: 84 % der Befragten in der Schweiz stehen der Zukunft trotz Corona positiv gegenüber, in den übrigen europäischen Ländern sagten dies 73 %.
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Dennoch muss gemäss Studie leider festgehalten werden, dass sich das Wohlbefinden der Bevölkerung im Zuge der Corona-Pandemie auch in der Schweiz markant verschlechtert hat. Mehr als ein Viertel der Befragten gab an, dass sich ihre mentale Gesundheit während der Corona-Pandemie verschlechtert hat, und die Zahl der Personen, die ihre psychische Verfassung als schlecht bezeichnen, hat sich von 6 % vor Corona auf 15 % während Corona mehr als verdoppelt.
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„In der Schweiz leidet jede fünfte Person mindestens einmal in ihrem Leben an einer psychischen Erkrankung.“
Thomas Gerber, Leiter Vorsorge der AXA Schweiz

Auffällig ist, dass die Corona-Situation Personen ab 65 Jahren deutlich weniger belastet hat als jüngere. Rund 23 % der 18–24-Jährigen gab im Juni an, sich während Corona in einem schlechten oder sehr schlechten mentalen Zustand befunden zu haben, während dies bei der Altersgruppe von 65–79 Jahren nur knapp 6 % sagten. Dies dürfte insbesondere an den Herausforderungen in Zusammenhang mit Ausbildung, Studium, Arbeitssituation im Homeoffice, Kinderbetreuung und Home Schooling sowie einem allfälligen Arbeitsplatzverlust oder Kurzarbeit liegen, wovon die Jüngeren deutlich stärker betroffen waren. Mehr als die Hälfte der Befragten gab zudem an, dass der Stress am Arbeitsplatz durch die Corona-Situation zugenommen habe.
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Die Studie zeigt, dass die mentale Belastung insgesamt im Zuge der Corona-Pandemie für weite Teile der Bevölkerung deutlich zugenommen. Gleichzeitig zeigt sich, dass psychische Belastungen nicht erst seit Corona ein gesellschaftlich ernst zu nehmendes Thema sind. Über ein Drittel (36 %) der befragten Schweizerinnen und Schweizer gab an, schon vor Corona psychische Gesundheitsprobleme gehabt zu haben, wobei Frauen etwas stärker betroffen sind als Männer. Rund 80 % aller Befragten wüssten zwar, wo sie sich professionelle Hilfe holen könnten, doch glauben mehr als 40 % der Befragten nicht, dass sie sich eine adäquate psychologische Behandlung leisten können.
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„Psychische Probleme wie Burn-out, Depressionen oder Angstzustände werden in unserer Gesellschaft aber nach wie vor stigmatisiert, obwohl es Lösungswege und erfolgreiche Therapien gibt.“
Thomas Gerber, Leiter Vorsorge der AXA Schweiz
Wie die AXA schreibt, wolle sie vermehrt zur Aufklärung und Prävention rund um die psychische Gesundheit der Schweizer Bevölkerung beitragen. Die Rede ist von der Entwicklung leicht zugänglicher Angebote und denkt dabei auch an KMUs und den Bereich Mitarbeitergesundheit. Im Zuge dieser Bestrebungen ist die AXA eine Partnerschaft mit der Stiftung Pro Mente Sana eingegangen. Die Stiftung engagiert sich seit 1978 für die psychische Gesundheit in der Schweiz.
„Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern dafür sorgen, dass psychische Erkrankungen kein Tabu-Thema mehr sind und Betroffene und ihre Angehörigen rechtzeitig die Unterstützung bekommen, die sie benötigen“
Thomas Gerber, Leiter Vorsorge der AXA Schweiz



Über die Studie
Für die paneuropäische Studie der AXA zur mentalen Gesundheit wurden 1040 Schweizerinnen und Schweizer im Alter von 18 bis 79 Jahre in allen Landesteilen befragt. Die Umfrage fand vom 17.-23. Juni statt und wurde mittels computergestützten Online-Interviews durch Insites Consulting im Auftrag der AXA durchgeführt. Parallel zur Umfrage in der Schweiz wurden Menschen in sechs weiteren europäischen Ländern befragt (Belgien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Vereinigtes Königreich). Die Studienergebnisse mit Fokus auf die Schweiz sowie die paneuropäische Studie der AXA Gruppe sind online verfügbar.







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