Awarddiät

Y&R Wunderman spart fünfstellig durch Verzicht auf Einreichungen

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Swen Morath, CCO bei Y&R Wunderman: "Stärkung interdisziplinären Denkens und Arbeitens"
© zvg/Y&R Wunderman
Swen Morath, CCO bei Y&R Wunderman: "Stärkung interdisziplinären Denkens und Arbeitens"
Publicis hat es international gemacht, Jung von Matt in Deutschland auch - jetzt verzichtet Y&R Wunderman Zürich für ein Jahr weitgehend auf die Teilnahme an Awardshows. Statt in Teilnahmegebühren will die Agentur an der Hardturmstrasse in Weiterbildung investieren, teilt sie mit. Dabei geht es um einen mittleren fünfstelligen Betrag, der durch Arbeitsstunden und Gebühren normalerweise in die Wettbewerbe fliesst. Ausnahmen in von der Award-Diät sind der ADC, wo die Agentur eine Arbeit eingereicht hat, und die Cannes Lions.

Es ist zwar nur eine Diät und kein kompletter Verzicht, aber an den meisten Awardshows wird Y&R Wunderman nicht einreichen. So hat die Agentur beispielsweise zwar "als symbolisches Zeichen der Unterstützung für den ADC und dessen Engagement bei den diesjährigen ADC Awards trotz Awarddiät eine einzelne Arbeit eingereicht", sagt Swen Morath, Chief Creative Officer bei Y&R Wunderman. Viel mehr wird aber wohl kaum von den Kreativen um Morath bei Wettbewerben zu sehen sein. Erst 2020 soll es dann wieder im üblichen Umfang mit der Teilnahme an Awardshows weitergehen.



Das Argument für die Entscheidung der Agenturgruppe ist von vorherigen Beispielen bekannt: Weil die Awardshows eine neue Kategorie und Subkategorie nach der anderen lancieren, steigen bei den Dienstleistern personeller und finanzieller Aufwand, für die Einreichungen. Diese Stunden und Mitte will Y&R Wunderman in diesem Jahr lieber in Units übergreifende Weiterbildung investieren. "Wir versprechen uns davon eine weitere Stärkung interdisziplinären Denkens und Arbeitens, was unserer Kernkompetenz entspricht", erklärt Morath.

Der Fokus liegt dabei auf dem Thema Co-Creation und umfasst sowohl die intensive Zusammenarbeit mit den Kunden wie innerhalb der Agentur zwischen Teams aus Kreation, Strategie, Technologie und Data. Diese Form der Zusammenarbeit habe in der Vergangenheit bereits zu Erfolgen bei Awardshows geführt, etwa mit dem Migros Projekt "Discover", das  beim deutschen Digitalaward 2018 zweimal mit Gold geehrt wurde. Im Kreativranking stiess Y&R Wunderman seit der Umstellung auf Co-Creation zunächst vom 12. auf den 8. und letztes Jahr vom 8. auf den 6. Platz vor. ems

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