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Automarkt bleibt insgesamt im Minus, aber starkes Plus bei den alternativen Antrieben

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In der Schweiz sind Fahrzeuge mit alternativen Antrieb weiter auf dem Vormarsch
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In der Schweiz sind Fahrzeuge mit alternativen Antrieb weiter auf dem Vormarsch
Der November schafft zwar nicht das Minus im Automarkt in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein verschwinden zu lassen. Aber er liefert wenigstens einen kleinen Lichtblick. Mit einem Minus von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und 22.846 neu immatrikulierten Personenkraftwagen ist der gerade zu Ende gegangene Monat der Zweitbeste in diesem Jahr. Das geht aus den Zahlen von Auto Schweiz hervor. Insgesamt aber fällt das Minus für das bisherige Jahr mit 25 Prozent deutlich aus. Immerhin: Mehr als jedes dritte Auto verfügt über einen alternativen Antrieb.
Eines ist jetzt schon klar: Der Schweizer Automarkt wird in diesem Jahr deutlich im Minus landen. In den bisherigen elf Monaten haben die Schweizerinnen und Schweizer 207.377 Autos neu zugelassen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 25 Prozent.
Die Neuzulassungen im Überblick
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Die Neuzulassungen im Überblick
Auto-Schweiz-Mediensprecher Christoph Wolnik spricht denn auch mit Blick auf die Marktentwicklung von "einem verlorenem Jahr". Die Hoffnungen, dass der Markt wenigstens in einem Monat ins Plus drehen können, gibt der wichtige Importeursverband auf. Der Dezember 2019 war im vergangenen Jahr ausserordentlich gut gelaufen. Immerhin hat sich im November die Krise nicht noch weiter verschärft. Zwar steht auch hier ein Minus von 5,7 Prozent in den Büchern. Trotzdem bedeuten 22846 verkaufte Autos den zweitbesten Monat überhaupt in diesem Jahr. Nur der Juni war mit 24.477 noch besser gelaufen.


Wie dramatisch die Entwicklung ist, zeigt sich auf der Markenebene. Nach elf Monaten kann keine Marke mehr in der Schweiz beim Absatz positive Zahlen melden, nicht einmal mehr Porsche. Lange Zeit hat sich die Sportwagenmarke gegen den Trend gestemmt, kommt aber mit einem Rückgang von 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum noch sehr glimpflich davon. Das sieht bei SsangYong, Smart. Alpine, Jaguar und Opel deutlich anders aus. Alle fünf Marken verlieren über 50 Prozent bei den Neuimmatrikulationen. Aber auch das gehört zur Geschichte. Für den November melden immerhin 16 Marken stabile Zahlen oder ein gutes Plus. Am stärksten waren im Vormonat dabei die fanzösischen Marken unterwegs. DS Automobiles kommt auf eine Steigerung von 200 Prozent, bei Peugeot steht ein Plus von fast 170 Prozent in der Bilanz, bei Citroen sind es 102 Prozent.

Positive Signale meldet Auto Schweiz aber bei der Entwicklung der alternativen Antriebe. Hier setzen die Konsumentinnen und Konsumenten ein klares Signal zur mehr Nachhaltigkeit. Mit 35,5 Prozent verfügte im November mehr als jeder dritte neue Personenwagen über einen Hybrid-, Elektro-, Gas- oder Brennstoffzellenantrieb. Seit Jahresbeginn liegt deren Marktanteil bei 26,1 Prozent, wovon 12,7 Prozent auf reinelektrische Modelle oder Plug-in-Hybride entfallen. Für Auto Schweiz ist das Marktpotenzial der alternativen Antriebe noch nicht ausgereizt und verweist auf eine Studie der Meinungsforscher von Gfs Bern. Demnach können sich 62 Prozent der Schweizer Bevölkerung den Kauf eines Autos mit neuem Antrieb vorstellen.
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