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Kanton Zürich schreibt erstmals "seine" 628 Plakatstellen aus

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Der Kanton Zürich schreibt seine 628 Plakatstellen in sieben Losen aus.
Markus Knöpfli, © GIS / knö.
Der Kanton Zürich schreibt seine 628 Plakatstellen in sieben Losen aus.
Diese Woche hat die Baudirektion des Kantons Zürich sämtliche 628 bestehende Plakatstellen auf Grundstücken des Tiefbauamts und des kantonalen Strassenfonds ausgeschrieben - erstmals überhaupt, per 20121 und in sieben Losen. Bisher wurden die Flächen von diversen Firmen bewirtschaftet.
Neben den 628 bestehenden Stellen stehen auch 26 sogenannte "Potentiale" zur Diskussion, Standorte, wo der Aufbau eines Plakates nach Rücksprache und Bewilligung durch die Behörden möglich ist.


Die Auschreibung in sieben unterschiedlich grossen Losen, die ein eigenes geografisches Gebiet umfassen, deckt das gesamte Kantonsgebiet ab - mit Ausnahme der Städte Zürich und Winterthur, die jeweils je eigene Plakatausschreibungen durchführen. Es scheint, dass die Lose so angelegt wurden, dass die darin enthaltenen Plakatstellen als regional zusammenhängendes Netz zur Verfügung stehen.
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Wer an einem oder mehreren Losen interessiert ist, hat nun bis zum 26. April 2019 Zeit, eine entsprechende Eingabe zu machen. Die künftige Konzession je Los ist auf fünf Jahre angelegt, vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2025. Gemäss Unterlagen erteilt das Tiefbauamt des Kantons Zürich die Konzessionen für die Plakatstellen auf den Grundstücken des Tiefbauamts, während für die Plakatstellen auf den Grundstücken des kantonalen Stassenfonds obligationenrechtliche Mietverträge mit dem Immobilienamt des Kantons Zürich abgeschlossen werden müssen.

Auf Anfrage teilte Thomas Maag, stellvertretender Leiter Kommunikation der Baudirektion des 
Kantons Zürich mit, dass für die 628 Stellen bisher noch nie eine Ausschreibung stattgefunden habe. "Die Plakatstellen wurden bisher von verschiedenen Firmen bewirtschaftet und vermarktet: Aktiv-Werbung AG, APG, Clear Channel, Flughafen Zürich AG, H. Locher Consulting & Marketing GmbH und Interplakat AG WWP Plakatwerbung AG. Mit der Ausschreibung sowie der Unterteilung in Lose erhofe sich der Kanton "eine Vereinfachung im Handling der Plakatstellen sowie mehr Einnahmen zugunsten der Strasseninfrastruktur", teilte Maag weiter mit. Zudem könne damit Art. 2 Abs. 7 des Binnenmarktgesetzes Rechnung getragen werden, wonach die Nutzung von kantonalen Monopolen auf Private auf dem Weg der Ausschreibung zu erfolgen hat.


Als rechtliche Basis für die erstmalige Ausschreibung führt Maag die sogenannte "Sondergebrauchsverordnung des Kantons Zürich" an, die der Regierungsrat am 18. Oktober 2018 geändert hatte. Diese tritt per 1. April 2019 in Kraft und verlangt unter anderem, dass Plakatstellen ausgeschrieben werden.

Übrigens: Das "grösste" Los ist Los Nummer 3 mit 175 Plakatstellen, das "kleinste" ist Los 5 (29 Stellen). Mit 9 Stellen weist Los 6 am meisten beleuchtete Flächen auf, während Los 1 am meisten Potentiale (9) und Digitale (7) und Hotspots (7) enthält. Eine Übersicht finden Sie hier.


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