Aussenwerbung

Ein paar Details zum kürzlich erfolgten Kantonalberner Zuschlag an die APG

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Bei der Ausschreibung von Werbeflächen auf öffentlichem Grund war die APG in der Stadt Bern selbst nicht erfolgreich. Aber bei BernMobil und jetzt neu bei der Konzessionsvergabe des Kanton Berns hingegen schon. So kann sie nun rund 15 kantonale Stellen in der Stadt Bern weiter vermarkten.
© APG.
Bei der Ausschreibung von Werbeflächen auf öffentlichem Grund war die APG in der Stadt Bern selbst nicht erfolgreich. Aber bei BernMobil und jetzt neu bei der Konzessionsvergabe des Kanton Berns hingegen schon. So kann sie nun rund 15 kantonale Stellen in der Stadt Bern weiter vermarkten.
Wie bereits berichtet, hat die APG vom Kanton Bern den Zuschlag für analoge Plakatstellen an Kantonsstrassen im gesamten Kanton erhalten. Angaben über die Anzahl Flächen lagen bisher aber nicht vor. HORIZONT Swiss hat die Zahlen nun beim Kanton noch eingeholt.
Der Kanton Bern verlängert die Partnerschaft mit der APG langfristig um zehn Jahre. Die Konzession beinhaltet sämtliche analogen Flächen im zweitgrössten Kanton der Schweiz sowie weitere Plakatstellen in der Stadt Bern auf kantonseigenem Grund. Exklusiv bewirtschaftet die APG zusätzlich frequenzstarke Flächen bei drei Berner Raststätten. – Das waren die wesentlichen Informationen in einer Mitteilung der APG von letzter Woche. So weit, so gut. Nur leider enthielt sie keinerlei Zahlen.


Diese haben wir nun beim Kanton Bern, genauer bei Stephan Breuer, stellvertretender Kantonsingenieur im Kantonalberner Volkswirtschaftsdepartement, eingeholt. Es handle sich um rund 100 Plakatstandorte diverser Formate, sagte er. Etwa 15 dieser Stellen stünden entlang von Kantonsstrassen auf dem Gebiet der Stadt Bern.

Die meisten dieser Stellen habe die APG schon bisher bewirtschaftet, wegen einer Bereinigung zwischen Gemeinde- und Kantonsstrassen umfasse die neue Konzession nun etwa 10 Stellen mehr als vorher. Zu den 100 erwähnten Stellen kommen laut Breuer auch noch etwa 12 Werbeflächen an den Raststätten Münsingen Nord + Süd, Grauholz Ost + West sowie Pieterlen. Münsingen und Grauholz waren seit dem Umbau vor vier Jahren werbefrei, was sich nun mit der Konzessionsvergabe bald wieder ändern wird.


Keine der insgesamt rund 115 Werbeflächen kann digitalisiert werden. "Wir geben jedes Jahr Millionen-Beträge für die Verkehrssicherheit aus, deshalb wollen wir keine 'Comic-Filmchen' dulden, die diese Sicherheit gefährden könnnten", erklärt Breuer.

Es stellt sich natürlich noch die Frage, was die Ausschreibung – die erste in diesem Umfang – dem Kanton Bern an Mehreinnahmen bringt. Hierzu schweigt Breuer jedoch. "Wir wollen in 10 Jahren wieder ausschreiben, deshalb möchte ich hier keine Grössenordnung angeben", sagt er. Nur so viel gibt er preis: "Das Ausschreiben hat sich gelohnt."
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