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Corona-Pandemie drückt das Halbjahresergebnis

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Corona lässt den Umsatz von APG/SGA im ersten Semester 2020 schrumpfen
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Corona lässt den Umsatz von APG/SGA im ersten Semester 2020 schrumpfen
Corona hinterlässt bei der APG|SGA Gruppe tiefe Spuren. Der Aussenwerber weist für das erste Halbjahr 2020 einen Werbeertrag von insgesamt 107.8 Millionen Schweizer Franken aus. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Umsatzreduktion von 29.2 Prozent. Gleichzeitig ging der Betriebsertrag um 28 Prozent auf rund 110 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich bleibt aber ein Minus von rund 5,1 Millionen nach 19,4 Millionen.
Der Start in das Jahr war für die APG/SGA gut verlaufen. Doch dann kam Corona mit dem Lockdown und alles war anders. Das Geschäft eines Aussenwerbers beruht nunmal auf den Reichweiten, welche die unterschiedlichen Screens bei der Bevölkerung erreichten. Durch den Lockdown in der Schweiz waren aber deutlich weniger Menschen in der Öffentlichkeit unterwegs: Die Folge: Allein der Umsaz brav um fast ein Drittel bei der APG/SGA Gruppe ein. Bis zum Ende des ersten Halbjahres stehen hier 107,8 Millionen Euro in den Büchern.


Die Werbeauftraggeber hatten "unmittelbar in grosser Zahl ihre entsprechenden Kampagnen" storniert, schreibt das Unternehmen im heute morgen veröffentlichten Aktionärsbrief. Hinzu kamen die Ladneschliessungen, die ebenfalls zu Stornierungen von Aufträgen führte. Und wer davon nicht betroffen war, reduzierte aufgrund der schwierigen konjunkturellen Aussichten und des Kostendrucks den Webedruck.

Um gegenzusteuern habe die Gruppe einerseits die Kosten deutlich reduziert, gleichzeitig aber auch in digitale Projekte investiert und das Leistungsportfolio ausgebaut. So nahm die APG/SGA in der Schweiz im Laufe des ersten Halbjahres 2020 neue digitale Branding-Zonen in grossen SBB-Bahnhöfen in Betrieb, unter anderem im Hauptbahnhof Zürich eingeweiht. Anfang Juni lancierte die APG|SGA in Zusammenarbeit mit der international führenden Plattform VIOOH ihr Programmatic-Advertising-Angebot. Dabei stehen den Kunden in grossen Städten und Bahnhöfen jetzt über 500 Screens für programmatisch geplante und gebuchte Kampagnen zur Verfügung. "Damit schaffen wir für unsere Kunden die Voraussetzung, digitale Kampagnen sehr effizient und deutlich flexibler zu bewirtschaften sowie von zusätzlichen Targetingmöglichkeiten zu profitieren", erklärt der Aussenwerber. Zudem geht die Zusammenarbeit mit Partnern wie der BLS und den Freiburgischen Verkehrsbetrieben TPF weiter. Wegen der unsicheren Aussichten sei aber eine Prognose für den weiteren Geschäftsverlauf im Jahr 2020 derzeit nicht zuverlässig machbar.


Mittlerweile, so ist zu hören, zieht das Geschäft wieder an, die Mitarbeitenden kehren aus der Kurzarbeit zurück. Die APG-Führung ist sich daher sicher, gestärkt aus der Krise hervorzugehen. "Wir sind überzeugt, dass die mittel- und langfristigen Markt- und Ertragsperspektiven im operativen Geschäft für die APG|SGA, welche sowohl im analogen als auch im digitalen Out of Home Medienmarkt in der Schweiz eine führende Rolle einnimmt, positiv bleiben." mir
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