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Minus in der Schweiz - Plus im Ausland

APG Jahresbericht
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APG Jahresbericht
Die APG/SGA-Gruppe erzielt im Geschäftsjahr 2018 ein Nettoergebnis von rund 47 Millionen Schweizer Franken, was im Vergleich zum Vorjahr einer Abnahme von 7 Prozent entspricht. 

Dies sei vor allem durch tiefere Verkäufe von Sachanlagen von 1,6 Millionen CHF und negativen Währungseinflüssen von 2,4 Millionen CHF gegenüber dem Vorjahr zu begründen, schreibt das Unternehmen in seinem am heutigen Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht. Dennoch bewertet die APG das Geschäftsjahr 2018 als "operativ erfolgreich". Insbesondere dank dem zweiten Semester in der Schweiz und der sehr guten Entwicklung der Aktivitäten in Serbien konnten die Verkaufserlöse auf Gruppenstufe leicht erhöht werden - im Heimmarkt Schweiz sind sie allerdings im Gesamtjahr um 0,3 Prozent gesunken (287,2 Millionen CHF). Das Plus resultiert aus der Entwicklung im Segment International, in dem die Gruppe ein Anstieg von 17,9 Prozent ausweist. Geholfen hat auch, dass die digitalen Erlöse in beiden Märkten im zweistelligen Prozentbereich gesteigert werden konnten. Die Rentabilität im operativen Geschäft konnte durch vielfältige Massnahmen auf hohem Niveau gehalten werden - so hat die APG-Gruppe beispielsweise ihre Personalkosten im Geschäftsjahr 2018 um 1,8 Prozent gesenkt und der Betriebs- und Verwaltungsaufwand ist um 5,5 Prozent geschrumpft. Im Geschäftsjahr 2018 wurden eine EBITDA-Marge von 23,9 Prozent (Vorjahr: 24,5 Prozent) und eine EBIT-Marge von 19,5 Prozent (Vorjahr: 20,1 Prozent) erreicht.



Die Wettbewerbsintensität im Schweizer Markt hat weiter zugenommen, stellt auch die APG fest. Ausdruck davon ist, "dass bei APG|SGA nicht nur die monatliche Entwicklung der Umsätze unverändert volatil und von Kurzfristigkeit geprägt ist.  Auch die Mediaspendings einzelner Branchen entwickeln sich aufgrund spezifischer Marktsituationen von Jahr zu Jahr unterschiedlich", so die Mitteilung. Ähnliches gilt für die APG selbst: Während in einigen Segmenten, welche Leistungsangebote für sehr spezifische Spezialformate und Werbeangebote anbieten, die Umsätze teilweise unter den Erwartungen lagen, konnten im Kerngeschäft der APG|SGA, Allgemeine Plakatgesellschaft AG, die Vorjahreswerte übertroffen werden. Dies auch dank einer dynamischen Entwicklung bei den digitalen Angeboten, wo ein deutliches Umsatzwachstum erreicht wurde. Auch mit der Geschäftsentwicklung von APG|SGA Interaction ist das Unternehmen zufrieden, genau wie mit dem Gewinn wichtiger städtischer Submissionen dem Ausbau des Vertrags- und Produktportfolios insbesondere im Bereich der digitalen Angebote.

2019 wird die APG weiter an der eigenen Organisation arbeiten, um dem durch die Digitalisierung initiierten Wandel zu stemmen. Der Verwaltungsrat haben dazu die Unternehmensleitung beauftragt, "entsprechende Optimierungsmassnahmen und organisatorische Anpassungen zur Erhöhung der Agilität und weiteren Stärkung der Kompetenzen im Bereich Digital und neueste Technologien zu erarbeiten." Die Kommunikation und Umsetzung von entsprechenden Massnahmen erfolgt ab Mitte März. Klar ist schon jetzt, dass die APG für die kommenden 2 bis 3 Jahre eine Phase der Konsolidierung erwartet, in der sie sich "Investitionen und dem Ausbau der Kernkompetenzen in Zusammenhang mit der weiteren Digitalisierung unseres Leistungsportfolios" widmen wird. Die operative Marge wird nach der Erwartung der APG|SGA daher in dieser Aufbauphase zumindest vorübergehend unter den heutigen Werten liegen bis die Lancierung des neuen Gesamtangebotes abgeschlossen sein wird, prognostiziert das Unternehmen.ems


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