Amnesty Schweiz

Kampagne gegen sexuelle Gewalt

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Jede 5. Frau in der Schweiz hat bereits sexuelle Gewalt erlebt, das ergab eine repräsentative Umfrage von gfs.bern im Auftrag von Amnesty Schweiz. Die Menschenrechtsorganisation startet mit Unterstützung der Schweizer Regisseurin Barbara Miller (#Female Pleasure) eine Kampagne gegen sexuelle Gewalt.

Vier kurze Spots sollen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen das Bewusstsein schärfen, dass es für jede sexuelle Handlung die gegenseitige Zustimmung braucht. Der eingängige Claim „Erst Ja, dann ahh“ soll verdeutlichen, dass ein „Ja“ vor dem Sex absolut notwendig ist. Die Kampagne wurde zusammen mit der Agentur Spinas Civil Voices entwickelt und wird auf Sozialen Medien, an Festivals und schweizweit auf Plakaten zu sehen sein.

„Was mich motiviert hat,  ist vor allem, dass wir versucht haben, ein sehr ernsthaftes und wichtiges Thema auf eine so lebensbejahende und positive Art umzusetzen“, erklärt Miller. Die Amnesty-Forderung, im Gesetz zu verankern, dass Geschlechtsverkehr ohne Zustimmung als Vergewaltigung gilt, findet die Fimregisseurin wichtig. Auch Schauspielerin und Influencerin Karen Fleischmann spielt in einem der vier Kampagnenclips mit.


Amnesty Schweiz fordert eine grundlegende Revision des Strafgesetzes, damit alle sexuellen Handlungen ohne Einwilligung adäquat bestraft werden können und somit die Schweizer Gesetzgebung mit internationalen Menschenrechtsnormen wie der Istanbul-Konvention konform ist. Zudem sollten bei der Polizei und Justiz kontinuierliche Schulungen zum Umgang mit Betroffenen von sexueller Gewalt durchgeführt werden. Ebenso wichtig seien systematische Datenerhebungen zu allen Formen sexueller Gewalt, welche in der Schweiz gänzlich fehlen.

Gemäß der Umfrage von Amnesty International haben 12 Prozent der Schweizer Frauen schon einmal Geschlechtsverkehr gegen den eigenen Willen erlitten. 7 Prozent wurden durch Festhalten oder Zufügen von Schmerzen zum Geschlechtsverkehr gezwungen.
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