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Erster Schweizer Detailhändler nutzt künftig den Nutri-Score

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Aldi Suisse will seinen Kunden nach eigenen Angaben die Kaufentscheidung erleichtern
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Aldi Suisse will seinen Kunden nach eigenen Angaben die Kaufentscheidung erleichtern
Der Front der Gegner einer Nährwert-Farbskala bröckelt. Im kommenden Jahr will Aldi Suisse die Nährwertkennzeichnung Nutri-Score testweise einsetzen, und zwar auf Produkten der Eigenmarken "Good Choice" und "Fresh Cut".

Die beiden Eigenmarken umfassen nach Angaben des Discounters Produkte aus dem gekühlten Convenience-Bereich, darunter Sandwich-Variationen, verzehrfertige Salate, gekühlte Nudel- oder Fleischfertiggerichte. Der Nutri-Score der Produkte liege zwischen A und D. Insgesamt besteht die Ampel aus den fünf Buchstaben von A bis E. Je niedriger der Score, also A und B, desto eher ist ein Lebensmittel für den täglichen Verzehr geeignet. Nach Abschluss der Testphase sei eine Ausweitung auf weitere Warengruppen möglich.



Mit Aldi Suisse hat sich ein weiteres Unternehmen entschieden, auf den umstrittenen Nutri-Score zu setzen. Im vergangenen April etwa gab Nestlé, zuvor Verfechter einer sogenannten Industrieampel, bekannt, seine Produkte mit dem Nutri-Score kennzeichnen zu wollen. Demgegenüber lehnt die Interessengemeinschaft Detailhandel, der unter anderen Coop und Migros angehören, "Produktbewertungen, wie das bei Kennzeichnungssystemen wie Nutri-Score der Fall ist", ab, heißt es in einem Mitte dieses Jahres veröffentlichten Positionspapier. Der kommunikative Druck auf die Mitglieder der Interessenvertretung dürfte durch den Schritt von Aldi Suisse allerdings nochmals zunehmen.

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