ADC Creative Week

Digitale Druckbetankung mit JvM/Saga und Google Zoo

ADC-Vorstand Dennis Lück freut sich über die Zusammenarbeit mit seiner deutsche Kollegin Dörte Spengler-Ahrens, Chefin von JvM-Saga und HORIZONT-Agenturfrau des Jahres, bei der Creative Week in Zürich
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ADC-Vorstand Dennis Lück freut sich über die Zusammenarbeit mit seiner deutsche Kollegin Dörte Spengler-Ahrens, Chefin von JvM-Saga und HORIZONT-Agenturfrau des Jahres, bei der Creative Week in Zürich
Zwei internationale Kreativ-Promis hatte der ADC Switzerland bei der Creative Week heute zu bieten: JvM-Saga-Chefin Dörte Spengler-Ahrens widmete sich Viralhits, Google-Zoo-Manager Christian Behrendt zeigte, wie sich die Digitalisierung auf den Creative Circus auswirkt.

Wie funktioniert ein Viralhit? Diese nicht so ganz einfache Frage sollte Dörte Spengler-Ahrens, Chefin der Agentur JvM/Saga,  mit ihrem Vortrag „Einen Viralhit bitte!“ auf der Bühne der ADC Creative Week im Toni Areal in Zürich beantworten. Neben verschiedenen eigenen Viralhits, die die HORIZONT-Agenturfrau des Jahres mit ihrem Team für Kunden wie Netto, Otto und BvG geschaffen hat, brachte Spengler-Ahrens auch 5 Tipps für einen viralen Erfolg mit.



Emotionen sind ein Grundstein für einen viralen Erfolg, formuliert sie den erste „Way to viral success“. Schliesslich hänge die Kaufentscheidung zu 70 Prozent von der emotionalen Bindung des Konsumenten ab.

Schützenhilfe für die Argumentation mit ihren Kunden bieten ihr beim Thema Emotionen immer wieder die Analysen und daraus resultierenden Daten von Unruly, die beispielweise zeigen würden, wieviel besser längere Spots emotional binden. Ein Argument, dass heute auch bei Kunden zählt, die das Budget für längere Produktionen frei geben müssen. Denn auch sie haben verstanden, dass Emotionen auch abverkaufen, so Spengler-Ahrens weiter.


Neugier müsse ein Viral wecken. "Also verraten Sie nicht zu viel zu Beginn des Spots“, rät die Kreative. Auch der viel zitierte Mut, mit dem viele Kunden so ihre Schwierigkeiten haben, dürfe nicht fehlen. Es lohne sich, Grenzen zu überschreiten, den Mut zu haben, unnormales zu zeigen und verrückt zu sein. „Jetzt kommt ein echter Low Brainer“, kündigt sie Tipp Nummer 4 an, der aber eben gut funktioniere: Fun.“ Unerwartet auftreten und sich dabei selbst nicht zu ernst nehmen“, rät sie Kreativen und Kunden. „Kult“ ist der fünfte Tipp. „Mit Figuren und Ritualen spielen, die Kult sind und Fans haben, hilft, das Video viral gehen zu lassen“, so Spengler-Ahrens. Prominente seien damit nicht gemeint, ausser, man präsentiert sie mit einem Bruch in der erzählten Geschichte beziehungsweise Darstellung der Person. Mit den „5 ways to viral success“ sei zwar kein Viralhit garantiert, sie würden aber dabei helfen, ihn zu ermöglichen, so das Fazit ihres Vortrags.

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Wie inspirierend Kreative und ‚Techies‘ bei der Ideenentwicklung für Kommunikationslösungen zusammenarbeiten können, hat Christian Behrendt, Head of Creative bei Google ZOO (EMEA), anschliessend ausgeführt. Bei Google Zoo setzt er diese Art der Co-Creation mit Kunden wie Zalando und Rewe um. Ziel des Creative Think Tanks, als den er Google Zoo beschreibt, ist dabei, den Kunden und Kreativen in Agenturen zu zeigen, wie sie hippe Technologien wie Machine Learning und VR-Apps in ihren kreativen Prozess einbinden und nutzen können. Dabei arbeitet Google Zoo mit seinen Partnern in Sprints zusammen, um Arbeiten wie Projectmuze.com für Zalando und die Modemesse Bread & Butter  oder das virtuelle Air Race für Red Bull umzusetzen.

Sein eigener beruflicher Weg sei ein Beispiel dafür, wie der durch die Digitalisierung beschleunigte Wandel sich auch auf Kreative und ihre Zusammenarbeit mit den Kunden auswirke, erzählt Behrendt. Nach einer ersten Karriere im Musikmanagement unter anderem bei Sony Music hat er sich anfangs 30 mit Hilfe der Miami Ad School und später mit dem MBA of Creative Leadership an der Berlin School sowie Stationen bei JvM sowie den Top-US-Agenturen Crispin, Porter & Bugusky und R/GA  zur der digitalisierten kreativen Führungskraft entwickelt, die heute Google Zoo leitet. Geholfen habe ihm dabei, seine Komfortzone zu verlassen, seine Karriere mit dem Engagement in eigenen Projekten selbst in die Hand zu nehmen, mit anderen Spezialisten zusammen zu arbeiten, die neue Kompetenzen besitzen, neue Arbeitsformen anzunehmen und zu nutzen sowie zu erkennen, das aktuell die beste Zeit ist, ein Kreativer zu sein. ems

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