ABB

"Sichtbarkeit der ABB FIA Formula E wächst von Tag zu Tag"

   Artikel anhören
Der Energie- und Automatisierungskonzern ABB ist seit Anfang des Jahres nicht mehr nur Titelsponsor der Formel E, sondern auch des Porsche-Rennstalls
© Porsche/Richard Pardon
Der Energie- und Automatisierungskonzern ABB ist seit Anfang des Jahres nicht mehr nur Titelsponsor der Formel E, sondern auch des Porsche-Rennstalls
Am morgigen Sonnabend startet der vierte Lauf der ABB FIA Formel E-Meisterschaft in Mexiko-Stadt. Der Einstieg in die Saison 2019/20 im vergangenen November in Saudi-Arabien bekam wenig Aufmerksamkeit. Und in der Schweiz wird wohl frühestens 2022 wieder ein Rennen ausgetragen. Wie schmeckt das dem Namensgeber der Serie?

HORIZONT sprach mit Daniela Lužanin, Verantwortliche für die Partnerschaft mit der Formel E im ABB-Konzern.



Frau Lužanin, die Saison startete im vergangenen November - und niemand hat es mitbekommen. Müssen Sie Ihr Sponsoring nicht überdenken?
Die Sichtbarkeit der ABB FIA Formel E-Meisterschaft wächst von Tag zu Tag. Die Formel E ist eine noch junge Rennserie, für uns ist aber klar, dass sie die Mobilität der Zukunft demonstriert – deshalb sind wir seit der vierten Saison als Titelpartner mit an Bord. Seitdem wurden weltweit rund 6.600 Medienartikel herausgegeben, 12,3 Millionen Social Media-Impressionen wurden allein auf ABB-Kanälen generiert. Rund 300.000 Kunden, Partner und Mitarbeitende waren zudem Teil der Events und haben die E-Prix live an den Rennstrecken erlebt.

Ist das die Messlatte für Ihren Erfolg?

Die Partnerschaft ist vor allem aus einem anderen Grund äusserst wichtig. Sie gibt ABB die Möglichkeit, E-Mobilitätstechnologien unter Rennbedingungen zu testen. Die Events sind zudem eine ideale Möglichkeit, der breiten Öffentlichkeit zu zeigen, was ABB beim Laden von Elektrofahrzeugen leistet. Mit der Technologie und den Rennen schaffen wir ein Spektakel, das Spass macht und die Elektromobilität fördert.

Freuen sich über den Erfolg beim Euro Effie: Nicolas Ziegler, Leiter Markets, Brand und Events bei ABB, und Daniela Lužanin, Head of the ABB Formula E Partnership
© ABB
Freuen sich über den Erfolg beim Euro Effie: Nicolas Ziegler, Leiter Markets, Brand und Events bei ABB, und Daniela Lužanin, Head of the ABB Formula E Partnership
Inwiefern verträgt es sich, Titelsponsor einer ganzen Serie und gleichzeitig eines Teams, nämlich Porsche, zu sein? Gibt es da keine Konflikte?

ABB und Porsche blicken auf eine langjährige Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen zurück. Mit der neuen Zusammenarbeit auf der Rennstrecke können wir diese nun intensivieren. ABB und Porsche bringen gemeinsam Elektromobilität voran. In der Vergangenheit haben wir zum Beispiel bereits eine Vereinbarung zur Installation von Schnellladegeräten in Porsche-Zentren und öffentlichen Einrichtungen in ganz Japan getroffen. Zudem ist die Schweizer ABB-Formel-E-Botschafterin Simona De Silvestro die aktuelle Test- und Reservefahrerin für Porsche.



Wie stehen Sie zu den Akzeptanzproblemen in der Schweiz beziehungsweise wie können Sie Einfluss darauf nehmen?

ABB ist der Titelsponsor der ABB FIA Formel E Championship und hat keinen Einfluss auf das Programm der Meisterschaft und die Auswahl der Austragungsorte. Die Rennen in der Schweiz sind wichtig, und wir bedauern, dass keine weiteren stattfinden, aber es geht uns auch darum, Autofahrer und andere Anspruchsgruppen in der ganzen Welt für sauberen und effizienteren Transport zu begeistern.

Inwiefern profitieren die Serie und ABB davon, in der kommenden Saison Weltmeisterschafts-Status zu haben?

Mit dem neuen Status wird die ABB FIA Formel E World Championship zur Spitzengruppe des internationalen Einsitzer-Rennsports gehören. So können wir das Thema Elektromobilität einem weiter wachsenden Publikum zugänglich zu machen.

Von Ausstieg kann also keine Rede sein?

Die Formel E ist als Plattform für alle unsere Geschäftsfelder relevant. Einerseits, weil sie Technologie auf einzigartige Weise erlebbar macht und Menschen begeistert, anderseits, weil sie sich in der Mitte unserer Wertschöpfungskette befindet. Wir werden die Formel E weiterhin unterstützen, um die Entwicklung nachhaltiger Lösungen voranzutreiben und wollen hierfür nicht nur unsere Technologie nutzen, sondern auch unsere Mitarbeitenden stärker einbinden. In Zukunft sollen Praktikanten, Ingenieure und Software-Entwickler die Rennserie begleiten. Es gibt auch bereits erste Projekte, die zeigen, wie die Übersetzung von der Rennstrecke auf die Strasse aussehen könnte, etwa bei der Jaguar I-Pace eTrophy, einer Begleitserie zur Formel E, wo Serienfahrzeuge an den Start gehen.

Bitte loggen Sie sich hier ein, damit Sie Artikel kommentieren können. Oder registrieren Sie sich kostenlos für H+.
stats