Targeting Advertising bei der SRG

Werbe-Auftraggeberverband stellt sich gegen die Verleger

Der mächtige SWA befürwortet die zielgerichtete Werbung auch bei der SRG, die Verleger hatten sich am Montag dagegen ausgesprochen.
Der mächtige SWA befürwortet die zielgerichtete Werbung auch bei der SRG, die Verleger hatten sich am Montag dagegen ausgesprochen.
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Der Schweizer Werbe-Auftraggeberverband (SWA) fordert schon länger, das innovative Werbeformen wie zielgruppengerichtete Werbung auf allen TV-Sendern möglich sein sollen. Deshalb begrüsst der Verband die vom UVEK gestern vorgeschlagenen Änderungen in der Radio- und Fernsehverordnung.
 Die RTVV-Anderung sieht unter anderem vor, der SRG und allen anderen konzessionierten TV-Sendern die zielgerichtete Werbung zu erlauben, bei der SRG mit gewissen Einschränkungen. Das Medienangebot und die Mediennutzung haben sich in den letzten Jahren massiv verändert, schreibt der SWA. "Für Werbeauftraggeber wird es dabei immer schwieriger, ihre Zielgruppen effektiv und effizient zu erreichen." Ein wichtiger Vorteil der Digitalisierung sei die neue Zielgenauigkeit von Werbebotschaften.

Für die Entwicklung des Schweizer TV-Markt sei es deshalb sehr wichtig, dass künftig Werbespots genauer ausgesteuert werden können. Dies steigere die Akzeptanz von Werbung bei den Konsumenten und damit den Erfolg einer Kampagne. "Anonymisierte TV-Nutzungsdaten müssen dazu von den TV-Distributoren allen TV-Vermarktern zugänglich gemacht werden."

Dass der SWA sich für die zielgruppengerichtete Werbung auch bei der SRG ausspricht, ist keine Überraschung, tat er das doch schon früher. Es zeigte sich auch, dass die Verleger zwar laut sind, innerhalb des Dachverbands Kommunikation Schweiz (KS) in der Minderheit sind. pd/knö



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