Wirz Activation

"Wir machen viel mehr, als der Begriff 'Dialog' vermuten lässt"

Managing Director Amar Abbas, CEO Joerg Bewersdorff, und Martin Hufschmid, Datalogue
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Managing Director Amar Abbas, CEO Joerg Bewersdorff, und Martin Hufschmid, Datalogue
Neuer Name, neues Dienstleistungsangebot: Die Führungsmannschaft von Wirz Activation erklärt im Interview mit HORIZONT Swiss, was sich hinter den News verbirgt, wie sie sich vom Wettbewerb abhebt und wer ihre Wunschkunden sind.

Seit kurzem heisst Ihre Agentur Wirz Activation, nicht mehr Wirz Wietlisbach Dialog. Dass Wietlisbach wegfällt, ist klar: Mitgründer Guido Wietlisbach ist bereits 2015 ausgeschieden. Aber warum „Activation“ und nicht „Dialog?
Jörg Bewersdorff: Tatsächlich war die Variante „Wirz Dialog“ lange Zeit die präferierte Variante für die Mitinhaberschaft der Wirz-Gruppe. Dass wir uns dann doch anders entschieden haben, hängt mit der Positionierung der Agentur zusammen.

Inwiefern?
Bewersdorff: Der frühere Name stand für gut gemachte, klassische Dialogkommunikation, die offline stattfindet. Aber das ist nicht das, was wir heute machen, und auch nicht, wohin wir uns entwickeln wollen.

Was macht Wirz Activation denn?
Bewersdorff: Viel mehr als das, was man hinter dem Begriff „Dialog“ vermuten würde. Natürlich stehen wir noch immer für Print-Mailings, Lead-Generierung, Newsletter und Reportings, die wir weiterhin sehr gerne machen, und die bei bestimmten kommunikativen Aufgaben auch weiterhin unerlässlich sind. Das ist unser Tagesgeschäft. Aber …

Martin Hufschmid: Aber Wirz Activation steht auch für Steuerung, Controlling, Erfolgsanalyse und analytische Optimierung von Marketing-Kampagnen.

Bewersdorff: Gut dass Martin meine Antwort beendet hat (lacht). Denn genau da sehen wir zukünftig unsere Stärken. Und genau da kommt unser Joint Venture mit Datalogue ins Spiel, das Martin für und mit Wirz Activation in der Schweiz vertritt.

Martin Hufschmid baut Datalogue in der Schweiz mit Wirz Activation auf
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Martin Hufschmid baut Datalogue in der Schweiz mit Wirz Activation auf
Worin besteht Ihre Zusammenarbeit?
Bewersdorff: Datalogue Schweiz ist auf datengetriebenes Kundenwertmanagement und plattformneutrale CRM-Lösungen spezialisiert. Wir sammeln und analysieren nicht nur Daten, sondern leiten daraus ab, wo und wie unsere Auftraggeber am besten kommunizieren.

Hufschmid: Wie bieten Datenintelligenz und die daraus abgeleitete Kreation aus einer Hand an.

Amar Abbas: Man könnte auch sagen, wir ziehen aus den vielen möglichen Datenquellen Smart Data heraus.

Das hört sich alles toll an – aber wie genau funktioniert es? Woher kommen beispielsweise die Daten?
Hufschmid: Häufig ist der Startpunkt eine Kundenstrukturanalyse – je nachdem wie man vorgehen will. Wir analysieren dazu die bestehende Kundenbasis und gehen dann über die Suche nach passenden „Zwillingen“ am Markt vor. So können wir die Botschaften entsprechend dem Ziel des Auftraggebers aktivieren. Aber es gibt natürlich auch noch viele andere Datenquellen.

Abbas: Wichtig ist nicht die Zahl der Leads, sondern zu wissen, was die wichtigen und sinnvollen Daten sind. Wir filtern dann kanalneutral diese Daten heraus, um die Kommunikation effizient zu steuern.

Wie schätzen Sie Ihr Konkurrenzumfeld in der Schweiz ein?
Bewersdorff: Zunächst: Wir sind der Meinung, dass es in der Schweiz grosses Potenzial für die Dienstleistungen gibt, die wir anbieten. Und jetzt zur Frage nach dem Konkurrenzumfeld: Natürlich wissen wir, dass einige Agenturen Teile dessen, was wir anbieten, auch im Portfolio haben. Aber wir wollen die erste grosse Agentur der Schweiz sein, die das aus einer Hand anbietet – und ich glaube, das haben wir auch geschafft.

Amar Abbas, Jörg Bewersdorff und Martin Hufschmid
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Amar Abbas, Jörg Bewersdorff und Martin Hufschmid
Nutzen Ihre Schwesteragenturen in der Wirz-Gruppe Ihr Angebot?
Bewersdorff: Martin und Datalogue sind  für jeden, der Bedarf an Datenkompetenz hat, ansprechbar. Wir haben Kunden, die wir mit Schwesteragenturen betreuen, und wir haben eigene Kunden. Grösstenteils betreuen wir, Wirz Communications und Wirz Brand Relations unsere jeweiligen Kunden separat. Aber wir haben ein gemeinsames Interesse: alle Agenturen der Gruppe erfolgreich voranzutreiben.

Warum betonen Sie das?
Bewersdorff: Weil die Wirz-Gruppe ein spezielles Partnermodell hat. Die Mitinhaber, wie ich, sind nicht an den Töchtern, sondern an der Gruppe beteiligt. Das führt natürlich dazu, dass wir nicht in Silos denken, sondern das Gesamtgebilde im Blick haben.

Amar Abbas leitet seit Mai die Beratung bei Wirz Activation
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Amar Abbas leitet seit Mai die Beratung bei Wirz Activation
Ist die Nachfrage seitens der Auftraggeber in der Schweiz gross?
Bewersdorff: Der Bedarf ist da – es gibt aber auf jeden Fall viel Luft nach oben. Deshalb haben wir das Joint Venture mit Datalogue gestartet.

Wie sieht denn Ihr Wunschkunde aus?
Bewersdorff: Wenn das gesamte Paket, das wir liefern können, angefragt wird, sind es natürlich eher grosse Unternehmen wie unsere Kunden JTI, Betty Bossi oder der TCS. Aber auch NGOs und Mittelständler sind unsere Zielgruppe.

Abbas: Mit Daten arbeitet heute jedes Unternehmen. Und um anhand von Daten sinnvolle kommunikative Anlässe für die Kunden unserer Auftraggeber zu schaffen, ist eine Dienstleistung wie unser Angebot, nicht nur für Konzerne relevant. Interview: ems

 




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