Westschweiz

Ringier Axel Springer Schweiz stellt "L’Hebdo" ein

Ringier-CEO Marc Walder heute auf hebdo.ch: "Wir sind alle überfordert durch die Herausforderungen der Digitalisierung." Wie wahr! Gleichentags hat Ringier Axel Springer die Einstellung des Wochenmagazins per ende Januar bekannt gegeben.
Ringier-CEO Marc Walder heute auf hebdo.ch: "Wir sind alle überfordert durch die Herausforderungen der Digitalisierung." Wie wahr! Gleichentags hat Ringier Axel Springer die Einstellung des Wochenmagazins per ende Januar bekannt gegeben.
Die Westschweizer Wochenzeitschrift "L’Hebdo" von Ringier Axel Springer Schweiz erscheint am 2. Februar 2017 zum letzten Mal. Dieser Entscheid führt zu einem Stellenabbau, von dem 37 Mitarbeitende betroffen sind. Die frei werdenden Mittel werden in den Ausbau der Referenz-Tageszeitung "Le Temps" investiert.
Aufgrund konstant rückläufiger Anzeigen- und Verkaufserlöse bei gleichzeitig schlechten wirtschaftlichen Perspektiven wird die Westschweizer Wochenzeitschrift "L’Hebdo" per 2. Februar 2017 eingestellt. Dieser Entscheid führt zu einem Stellenabbau im gemeinsam von "L’Hebdo" und "Le Temps" geführten Newsroom sowie im Verlag in Lausanne, von dem 37 Mitarbeitende betroffen sind. Es wird geprüft, wie weit ein Teil des Stellenabbaus über Frühpensionierungen und interne Aufgabenverschiebungen aufgefangen werden kann, Kündigungen werden jedoch nicht zu vermeiden sein. Für die betroffenen Mitarbeitenden kommt ein flankierender Massnahmenplan zur Anwendung, der sich nach dem bestehenden Sozialplan von Ringier richtet. Das Konsultationsverfahren beginnt am heutigen Tag.
Wohl die drittletzte Ausgabe des Wochenmagazins "L'Hebdo". Am 2. Februar 2017 folgt die letzte Ausgabe.
Wohl die drittletzte Ausgabe des Wochenmagazins "L'Hebdo". Am 2. Februar 2017 folgt die letzte Ausgabe.
Ralph Büchi, Verwaltungsratsdelegierter Ringier Axel Springer Schweiz: "Wir reagieren mit diesem Entscheid auf die konstant defizitäre wirtschaftliche Situation von 'L’Hebdo' sowie den Umbruch im Werbemarkt. 'L’Hebdo' weist seit 2002 ein negatives EBITDA aus und hat allein in den letzten vier Jahren mehr als die Hälfte des Werbeumsatzes eingebüsst. Wir bedauern sehr, dass es trotz diverser konzeptioneller Überarbeitungen und organisatorischer Anpassungen in den letzten 15 Jahren nicht gelungen ist, 'L’Hebdo' auf ein sicheres wirtschaftliches Fundament zu stellen. Umso mehr, als die mit dem Entscheid verbundenen personellen Folgen leider unabwendbar sind. Dennoch erachten wir es für die Zukunft unseres Standortes in der Westschweiz als entscheidend, dass wir unsere Ressourcen in Geschäfte mit einer stabilen wirtschaftlichen Perspektive investieren."

Die frei werdenden Mittel werden in den Ausbau der Referenz-Tageszeitung "Le Temps" verlagert. Die Zeitung ist aufgrund ihrer starken digitalen Präsenz und dem 2011 erfolgreich eingeführten Online-Abonnementmodell die führende Qualitäts-Tageszeitung in der Westschweiz. Unter anderem sollen Investitionen in neue Geschäfte von "Le Temps" wie das regionale Konferenzgeschäft verstärkt und das "Forum des 100" weiter ausgebaut werden. Zusätzlich lanciert "Le Temps" am 18. Februar 2017 die neue Samstagsbeilage "T", die das Weekend-Angebot für ihre Leserinnen und Leser sowie die Werbekunden umfassend erweitert.
Einige Facts zu "l'Hebdo"
"L'Hebdo" war eine der meistgelesenen Zeitschriften der Westschweiz. Die Auflage und die Leserzahlen erodierten jedoch seit mehreren Jahren unaufhaltsam. Laut den Wemf-Zahlen erzielte das Magazin 2016 noch eine Auflage von 33.706 verkauften Exemplaren und eine Reichweite von 156.000 Leserinnen und Lesern, verglichen mit 36.935 verkauften Exemplaren und einer Reichweite von 172.000 Leserinnen und Lesern im Vorjahr.
Ringier Axel Springer Schweiz beschäftigt aktuell in der Romandie 212 fest angestellte Mitarbeitende. Die Mitarbeitenden von "L’illustré", "TV8", "Boléro" und "PME Magazine" sind von der Einstellung von "L’Hebdo" nicht betroffen.
Vom Aus von "L'Hebdo" wird "Le Temps" profitieren, sagt Ringier.
Vom Aus von "L'Hebdo" wird "Le Temps" profitieren, sagt Ringier.



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