Werbebeschränkungen

Bakom-Studie warnt vor (abendlichen) Werbestopps bei der SRG

Es wäre dumm, wenn das Werbe-Intro von SRF abends oder ganz verschwinden würde.
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Es wäre dumm, wenn das Werbe-Intro von SRF abends oder ganz verschwinden würde.
Die Verleger verlangen, dass die SRG längerfristig ohne Werbung auskommen soll. Ein Vorstoss in Bern fordert einen Werbestopp nach 19.30 Uhr bei der SRG. Diese will selbst neuerdings auf Unterbrecherwerbung bei Spielfilmen verzichten. Aber all das wäre kurzsichtig, denn das Geld flösse ins Ausland, sagt eine Bakom-Studie.
Noch hält das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) die Studie unter Verschluss. Doch der Redaktion der "Nordwestschweiz" liegt sie vor – und sie hat sie auch veröffentlicht. Mittlerweile wird die Studie beziehungsweise die beigezogenen Experten vom Verlegerverband kritisiert, die Goldbach Group und der Verband Schweizer Werbeauftraggeber SWA teilen jedoch den Befund, schreiben die Blätter der "Nordwestschweiz" heute.

Gestern hatte übrigens auch Michi Frank, CEO der Goldbach Group, an seiner Bilanzpressekonferenz vor einem abendlichen Werbestopp bei der SRG gewarnt. Werbeauftraggeber seien auf grosse Reichweiten angewiesen, diese biete die SRG. Das nütze auch seinem Unternehmen, weil die von Goldbach vermarkteten Sender oft in Ergänzung zur SRG gebucht würden, um bestimmte Zielgruppen noch besser abdecken zu können. Fällt die SRG weg, schade dies auch den Sendern unter den Fittichen der Goldbach Group.


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