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Roman Hirsbrunner: „Der LSA soll die Zukunft der Branche mitgestalten“

Roman Hirsbrunner baut den LSA um (Bild: JvM/limmat)
Roman Hirsbrunner baut den LSA um (Bild: JvM/limmat)
Seit Mai ist Roman Hirsbrunner als Präsident des Verbands Leading Swiss Agencys (LSA) im Amt. Der JvM-Limmat-Chef hat sich viel vorgenommen und legt die Latte nicht nur für sich als führenden Kopf des LSA sondern auch für die Mitglieder hoch: „Für den Verband ist nicht das Silo interessant, sondern die führenden Agenturen aus allen Bereichen zu gewinnen und zu vertreten. Führend bedeutet dabei nicht unbedingt, die größten, sondern die Agenturen, die weiterdenken und vorangehen“, sagt Hirsbrunner.

Auch er selbst will kein Label um den Hals haben. Seine digitalen Wurzeln seien nicht entscheiden für seine Agenda: „Im LSA sollen sich Agenturen treffen und zusammenarbeiten, die Innovationsführer sind. Dabei geht es um mehr als digital oder nicht. Wir alle arbeiten im Auftrag des Kunden und das möglichst ganzheitlich“, so Hirsbrunner. Eine andere Haltung könnte der LSA-Präsident auch gar nicht an den Tag legen, denn die überwiegende Mehrheit der Mitgliedsagenturen steht für genau dieses Modell, nur 5 von den 70 im Verband haben einen digitalen Schwerpunkt.


Hirsbrunner glaubt aber, dass ihre Zahl in Zukunft wachsen wird, schließlich ist er aufgrund seiner Dienstleistungsherkunft mit vielen Digital-Experten in Kontakt, den er beispielsweise mit einer Umfrage unter den Spezialisten zu wichtigen Branchenthemen weiter intensivieren möchte.

Wirken sollen Umfragen wie die unter den Digitalagenturen aber auch in den Verband. Mit ihrer Hilfe soll ein Wissenspool aufgebaut werden, der allen Mitgliedsagenturen zur Verfügung steht. Thematisieren will der LSA bei all seinen Aktivitäten nicht nur politische sondern auch alltagrelevante Themen. Damit alle Mitglieder auf die Inhalte zugreifen können, baut der LSA aktuell eine digitale Wissensplattform auf. „Der LSA, all seine Veranstaltungen und Initiativen sollen sich wie eine echte Community anfühlen. Dazu gehört aber auch, dass die Mitglieder sich einbringen, mitreden und gestalten, statt beispielsweise passiv unzufrieden zu sein“, sagt Hirsbrunner.

Aktuell hat der LSA bereits mehr als 10 Arbeitsgruppen organisiert, in denen sich sowohl Mitgliedsagenturen als auch Externe engagieren können. Jede dieser Arbeitsgruppen wird von einem Vorstandsmitglied des LSA geführt, das sich ein Team zusammenstellt, um zentrale Themen wie Pitching, Honorierung, Fortbildung und die Dialogplattform voranzutreiben.

Die Mitglieder stünden hinter seinem eher revolutionären als evolutionären Kurs, ist sich Hirsbrunner sicher. „Ich mache den Job als LSA-Präsident nicht als Selbstzweck, sondern damit wir vorankommen und die Zukunft gestalten. Das geht nur, wenn viele mitziehen. Das ist auch so“, so Hirsbrunner: „Wir sind ein bisschen wie die Trecks, die in den USA nach Westen gezogen sind. Wir wissen noch nicht wirklich, wo wir ankommen werden, aberziehen los“. ems



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