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Verleger empfehlen ein Nein zur No-Billag-Initiative und fordern Reformen von der SRG

 Verleger und Verwaltungsratpräsident Pietro Supino
Verleger und Verwaltungsratpräsident Pietro Supino
„No Billag“ ist den Schweizer Verlegern zu radikal. Zu diesem Schluss ist das Präsidium des Verlegerverbandes Schweizer Medien (VSM)  in seiner Sitzung am gestrigen Donnerstag gekommen. Ein „Nein“ zur No-Billag-Initiative ist die Konsequenz. Allerdings fordern die Verleger von der SRG, von ihrer Expansionsstrategie Abstand und Rücksicht auf das private Medienangebot zu nehmen.

Bei der SRG-Spitze erkennen die Verleger durchaus Veränderungsbereitschaft – das hätten Gespräche und auch öffentliche Äusserungen gezeigt. Dies müsse aber in einer verbindlichen Selbstbeschränkung im Sinne eines reichhaltigen komplementären Mediensystems in der Schweiz festgehalten werden, fordert der Verband und verweist auf den seit einem Jahr existierenden Plan des Verbands der privaten Schweizer Medienunternehmen, der seit über einem Jahr gemeinsam mit der SRG diese Grundsätze im Sinne einer „Entente“ in einem Papier festhalten will.




Dabei hält der VSM an den im medienpolitischen Manifest zusammengefassten Positionen fest. Der Verlegerverband unterstützt die Gebührenfinanzierung der SRG als Fernseh- und Radioveranstalterin. Im Gegenzug erwartet der Verlegerverband, dass die SRG das Privileg der Gebührenfinanzierung nicht dazu nutzt, das private Medienangebot zu konkurrenzieren.

Der VSM fordert Folgendes: Die SRG beschränkt sich auch zukünftig auf Radio und Fernsehen mit nationaler Klammerfunktion. Nur was sie in ihren linearen Sendungen ausstrahlt, bietet sie auch online an. Die SRG lanciert keine presseähnlichen Digitalangebote und keine ausschliesslich für das Web produzierte audio-visuelle Formate. Die SRG verzichtet auf neue Formen der Kommerzialisierung, namentlich auf Onlinewerbung (einschliesslich ​Targeted Advertising im TV). Beim Eingehen von Kooperationen vermeidet sie Markverzerrungen und hält sich an das Gebot der Gleichbehandlung, der Fairness und der Transparenz. Aus der marktverzerrenden Werbeallianz Admeira zieht sie sich zurück. ems



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