Universitäten Zürich und Genf

Geht's um "Smart Cities" und "Digital Society", arbeiten sie künftig zusammen

UZH-Rektor Michael Hengartner und Yves Flückiger, Rektor der Universität Genf.
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UZH-Rektor Michael Hengartner und Yves Flückiger, Rektor der Universität Genf.
Die Universitäten Zürich und Genf gehen die Herausforderung des digitalen Wandels gemeinsam an: Mit einer strategischen Partnerschaft arbeiten sie bei der Digitalisierung verstärkt in Lehre und Forschung zusammen und fördern den Studierendenaustausch.
Der digitale Wandel wirkt sich auf unsere Arbeitsformen und Privatsphäre, den Datenschutz oder demokratische Prozess aus. Universitäten sind gefordert Lehre und Forschung an künftige Bedürfnisse anzupassen. Daher haben die Universitäten Zürich (UZH) und Genf (UNIGE) im Dezember 2017 eine strategische Partnerschaft vereinbart, um Herausforderungen der Digitalisierung für die Gesellschaft zu erforschen und Lösungsansätze für die Gesellschaft zu entwickeln. Ziel dieses Abkommens ist es, die Zusammenarbeit im Bereich Bildung und Forschung zu intensivieren, den Studierendenaustausch zwischen den beiden Hochschulen auszubauen oder gemeinsam Projekte bei europäischen Forschungsprogrammen einzureichen. Als Anstossfinanzierung für künftige Projekte stellen die beiden Universitäten zusammen 400.000 Franken zur Verfügung.

"Als Universität können und wollen wir die Digitalisierung mitgestalten. Daher ist diese strategische Partnerschaft mit der Universität Genf für uns eine hervorragende Gelegenheit, unsere Zusammenarbeit in diesem Bereich in der Schweiz weiter auszubauen und gemeinsam Forschung und Lehre zu stärken. Wir sehen in vielen Bereichen sehr grosses Potential", sagt Michael Hengartner, Rektor der Universität Zürich.

"Digital Society Initative" und "Smart Cities"

Die beiden Universitäten verfolgen bereits Strategien zum digitalen Wandel: Die UZH verfügt mit der "UZH Digital Society Initiative" über ein breit angelegtes Wissenszentrum für Digitalisierung. Es umfasst verschiedenste Bereiche wie Recht, Gesundheit, Demokratie, Wirtschaft sowie die Förderung technischer Entwicklungen und ein entsprechendes Netzwerk von interessierten Forschenden. Sie identifiziert strategische Forschungsgebiete, die ausgebaut werden sollen entwickelt neue Lehrinhalte für Digitalisierungsthemen und führt den Dialog mit der Öffentlichkeit zu Chancen und Risiken der Digitalisierung. Zudem besteht seit mehreren Jahren ein Forschungsschwerpunkt zu Sozialen Netzwerken.

"Die Universität Genf führt gerade eine grosse Umfrage durch, um ihre Digitalisierungsstrategie besser auf die internen Bedürfnisse und die Erwartungen von aussen auszurichten", erklärt Jacques de Werra, als Prorektor der UNIGE zuständig für die digitale Universität. In den Städten Genf und Zürich zum Beispiel sind den Wissenschaftlern grosse Datenvolumen frei zugänglich – ideal, um Forschungsprojekte zu intelligenten Städten aufzubauen. "Smart Cities" ist neben "Citizen Science", der Digitalisierung in der Medizin und in der Demokratie sowie Rechtsfragen im Cyberspace einer der Schwerpunkte der strategischen Zusammenarbeit.

Beide Universitäten beziehen auch bereits interessierte Privatpersonen in einzelne Forschungsprojekte mit ein. Das Ziel bei diesen Bürgerwissenschaften "Citizen Science" ist es, die Forschung vom Sammeln und Bearbeiten von Rohdaten auf eine neue Stufe zu heben und die Bürgerinnen und Bürger auch bei der Bestimmung der Forschungsprojekte mitwirken zu lassen. Beide Universitäten verfügen dabei über kompetente Zentren: Das "Zurich Citizen Science Center", eine Partnerschaft der UZH und der ETH Zürich, und das "Citizen Cyberlab". Dieses wurde von der UNIGE, dem CERN und dem UNITAR (United Nations Institute for Training and Research) gemeinsam entwickelt. Aufgrund der Partnerschaft angedacht ist auch ein neues, gemeinsames Digital Society Policy Institute.




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